Der deutsche Literaturkritiker, Essayist und Historiker Gustav Seibt schrieb den Artikel "Kanzlerin für einen Tag" für die Süddeutsche Zeitung. Darin erwähnte er auch die österreichische Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Diese antwortete mit einem Leserbrief:

"Gustav Seibt schreibt in seinem Artikel "Kanzlerin für einen Tag" (SZ vom 25. August), dass mich Jochen Hörisch freundlicherweise für eine Regierung der Dichter als Familienministerin vorgeschlagen hat, was mich sehr ehrt.

Ich möchte allerdings mit Nachdruck drauf hinweisen, daß ich keine Deutsche bin (und auch keine sein möchte!) und daher auch kein Ministeramt in einer deutschen Regierung bekleiden könnte. Nicht einmal geschenkt. Nicht einmal als Gedankenspiel.

Die Deutschen spielen nicht.

Mit freundlichen Grüßen,

Elfriede Jelinek."