Tänzerin Lea Karnutsch und DJ Ferdinand Doblhammer waren auf den Bühnen in der Steiermark und in Kärnten gut gebucht – bis Corona 2020 die (künstlerische) Welt lahmgelegt hatte. Als junges Künstlerduo "Flip the Coin" mischen die beiden nun die Wiener Kunstszene digital auf. Zusammen verwirklichen sie interdisziplinäre Performances an der Schnittstelle zwischen Tanz, Medienkunst und Musik.

Neuer Verein

Nun haben die beiden Künstler gemeinsam den Verein "Flip the Coin" –  zur Förderung von multidisziplinären Performances in Tanz und Medienkunst – gegründet. Ziel ist es, an neuen und innovativen Formen von Bühnenstücken zu forschen und sie dem Publikum auf unterschiedlichen Ebenen erfahrbar zu machen. 

Tänzerin und Choreografin Lea Karnutsch
© Flip the Coin

Ihre Arbeitsweise ist gekennzeichnet durch einen permanenten Diskurs, startend bei der Idee bis hin zur Umsetzung und Präsentation. Dabei beschäftigen sie sich mit medienpolitischen Fragestellungen und spezifischen Aspekten in der digitalen Landschaft, die immer mehr an Wichtigkeit gewinnen, doch für die breite Masse eher trocken und abstrakt wirken. Durch die Übersetzung in den physischen Raum und die Konfrontation mit dem Tanz werden diese Themen emotionalisiert und das Publikum bekommt die Möglichkeit, sich damit zu identifizieren. 

Zukunfts-Musik

Ihr aktuelles Stück "Decoding it the hard way" ist eine Performance, die die Interaktion mit einem verschlüsselten System beschreibt. Zwei Serverschränke sind verbunden mit 96 Netzwerkkabeln, diese symbolisieren offengelegte Connections. Die Performer versuchen, diese Black Box mit brachialer Gewalt zu entschlüsseln. Dabei fungieren die Serverschränke als zentrales Element auf der Bühne und sind dabei die Schnittstelle zwischen digitalem und analogem Raum. Ein Versuch einer Befreiung von der Corona-Pandemie? Künstlerinnen und Künstler können sich jedenfalls zum kreativen Austausch an den Verein wenden: contact@fliptheco.in