Stadttheater KlagenfurtWenn Figaro sich scheiden lässt

Ödön von Horváths Komödie „Figaro lässt sich scheiden“ kommt in der Inszenierung von drei Frauen ans Stadttheater Klagenfurt.

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Bühnenbildnerin Sophie Lux, Regisseurin Martina Gredler, Kostümbildnerin Lejla Ganic (von links)
Bühnenbildnerin Sophie Lux, Regisseurin Martina Gredler, Kostümbildnerin Lejla Ganic (von links) © Markus Traussnig
 

Am Ende sind alle zufrieden in der Mozart-Oper „Le nozze di Figaro“, die in dieser Spielzeit schon am Stadttheater Klagenfurt zu sehen war: Graf und Gräfin Almaviva, Susanna und ihr Figaro finden und versöhnen sich nach zahllosen Verwirr- und Ränkespielen.
Nach dem „Barbier von Sevilla“ ist „Figaros Hochzeit“ die zweite Komödie einer Figaro-Trilogie von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais, der sich in seinen Stück-Skizzen gerne an die Commedia dell´arte angelehnt hatte. Der wesentlich unbekanntere dritte Teil („La mere coupable/Die Schuld der Mutter“) wurde zum Ausgangspunkt der Uminterpretation von Ödön von Horváth rund 150 Jahre später: Seine Komödie „Figaro lässt sich scheiden“ wurde 1937 im Deutschen Theater in Prag uraufgeführt.
Darin fliehen Figaro, Susanne und ihre Herrschaft vor einer nicht näher bezeichneten Revolution über die Grenze ins Exil. Während Graf und Gräfin fern der Heimat in ungekannte Armut stürzen, kehrt Figaro in seinen alten Beruf zurück und eröffnet mit seiner Frau einen Friseursalon. Dort erweist sich der einstige Klassenkämpfer aber bald als opportunistischer Spießer, der seiner Kundschaft nach dem Mund redet. Seine Ehe zerbricht, doch nach der Rückkehr der beiden in ihre alte Heimat finden Figaro und Susanna doch wieder zueinander.

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