Kritik Stadttheater KlagenfurtDieser "Figaro" punktet mit Vitalität, Durchsichtigkeit und Klarheit

Brigitte Fassbaender inszeniert Mozarts „Le nozze di Figaro“ am Stadttheater lebendig, charmant und geschmackvoll.

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"Figaro" im Stadttheater © Helge Bauer/Stadttheater
 

Die angedeuteten, geschmackvollen Räume sind alle durchschaubar. So kann jeder jeden beobachten. Dabei misstraut auch jeder jedem, denn die gefühlsmäßigen Verwirrungen sind omnipräsent: Brigitte Fassbaender hat Wolfgang Amadeus Mozarts „Le nozze di Figaro“ am Stadttheater Klagenfurt mit leichter Hand, kurzweilig und sehr durchdacht inszeniert. Die ehemaligen Weltklasse-Mezzosopranistin lässt die turbulente Vorlage „Der tolle Tag“ von Beaumarchais in modernen Kostümen zeitlos im Heute spielen. Das heitere Intrigenspiel über den temperamentvollen Kampf zwischen Machtmissbrauch und Vernachlässigung von Prinzipien präsentiert sich mit immenser Vitalität, charmantem Witz, vielen Nebengeschichten und dabei immer klar und nachvollziehbar. Das Schloss Rosegg in Kärnten diente dem Ausstatter Dietrich von Grebmer als Inspirationsquelle für das Bühnenbild.

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