Gstättner denkt querVon Kraftwortentgleisungen und Moralaposteln

Egyd Gstättner über die schlichte Tatsache, dass Politiker auch nur gewöhnliche Menschen sind.

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Egyd Gstättner © klz
 

Es gilt die Unschuldsvermutung. Ich bin mir sicher, dass der sehr geehrte Vizekanzler noch nie in seinem Leben irgendjemanden „Arsch“ genannt hat, vor allem nicht in einem nichtöffentlichen Gespräch, Telefonat, SMS, E-Mail, Chat oder Briefverkehr mit einem(r) Dritten. Dieselbe Unschuldsvermutung gilt selbstverständlich für den sehr geehrten Oppositionsparteiführer und die sehr geehrten Oppositionsparteiführerinnen. Da könnten schon alle Negative Compainer dieser Welt im Briefgeheimnis stöbern, sie würden ganz, ganz bestimmt keine derartige Kraftwortentgleisung finden … Überhaupt nicht vorstellbar wäre mir zum Beispiel auch, dass irgendein ORF-Mitarbeiter, ob Kantineur oder Kameramann, ob Anchorwoman oder Anchorman, ob Politikwissenschaftlerin oder Politikwissenschafts-Generalunternehmer, irgendjemanden aus irgendeinem Grund als „Arsch“ bezeichnen würde, vor allem dann nicht, wenn die Kamera abgeschaltet ist. Selbst ein österreichischer Literaturpreisträger würde nie und nimmer das Wort „Arsch“ in den Mund nehmen. Immerhin sind wir ja eine – sage und schreibe: – Kulturnation!

Kommentare (17)
sycjohannes72
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Es geht nicht (nur) um das A Wort

Es geht darum, dass im Zusammenhang mit dem Auftauchen der Chats und mit diesem A Wort klar wurde, dass Kurz ein 1,2 Mrd. Vorhaben, das vielen Familien zugute gekommen wäre, torpediert hat. Nur um an die Macht zu kommen. Und mit diesem A Wort hat er seine Abneigung gegen seinen einstigen Konkurrenten zum Ausdruck gebracht, aber implizit auch die Geschichte von Mitterlehner bestätigt.

Schaumal1
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Daneben gedacht!

Es geht um den Tatbestand der Korruption mit möglw. jahrelanger Gefängnisstrafe als Folge. DAS ist wesentlich. Die Debatte über das schlechte Benehmen wird bewusst bedient um das die Österreicher möglichst vergessen zu lassen. Sie werden es aber nicht vergessen!

digitalsurvivor
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@Schaumal1 danke!

Genau meine Red

GanzObjektivGesehen
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Die rechtlichen Verfehlungen, bisher noch unbewiesen....

......stehen nur im Mittelpunkt, wenn es gerade passt. Auf was sich das Volk mit Recht stürzt ist der sonderbare Chat-Verlauf der uns bisher bekannt ist.

wolfisch
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Danke Egyd

Danke Egyd!!!

digitalsurvivor
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Ich glaub, diese Zeitung will nicht kapieren,

dass der Tatbestand der Korruption im Raum steht!

Wen interessiert bitte denn, ob jemand A*** schreibt? Meine Güte...

Landbomeranze
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Locker bleiben, sonst droht ein Schwächeanfall.

Hatten wir heute schon. Der Ägyd hat schon Recht.

digitalsurvivor
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@Land

Schön, dass Sie bei möglicherweise korrupten Vorgängen im Staat locker bleiben.

Landbomeranze
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Sie sagen richtig "möglicherweise"

und es ist mir gleichgültig, ob Mitterlehner die ÖVP auf 16 oder nur auf 18% abgewirtschaftet hat.

digitalsurvivor
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@Land schöner Ablenkungsversuch

User schaumal1 hat es oben schön erklärt. Das Thema Mitterlehner ist da völlig irrelevant, weil es um die Mittel zum Zweck geht. Und das ist der Vorwurf der Bestechung und weiterer Tatbestände bei 9 Beschuldigten. Plus einer Verhaftung.

digitalsurvivor
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Downvotes

der türkis-schwarzen Groupies?

Landbomeranze
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Hab ja gesagt locker bleiben,

Weshalb befolgen sie das nicht. Zumindest den Blutdruck kontrollieren.

Baldur1981
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Meine Güte

Der Gstättner. Immer seltsam zu lesen.

Bond
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Gstättner

Gäääähn

aposch
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Glaubhaft

Ist ja klar, alle Oppositionpolitiker schreiben in ihren Chats mit Freunden in gewähltem Deutsch und absolut reiner Umgangssprache. Denn sie wissen ja, alles kann abgehört und gelesen werden. Besonders unter sich werden sie besonders vorsichtig sein, denn jeder denkt über Andere so, wie er selbst ist. 🤣🤣🤣

STEG
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Es ist ein Unterschied

ob das "A"Wort einmal im Affekt gesagt oder das Wort in Chats zur Herabwürdigung von Personen, wie alltäglich, verwendet wird. Abfälliger Schriftverkehr über Personen, die nur deshalb herunter gemacht werden, weil sie die Position innehaben, die man selbst gerne innehaben will, zeugt von Neid und Missgunst. Ich vermute, dieser Unterschied ist auch Hrn. Gstättner bekannt.

zweigerl
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A-löcher geht?

No jo - falls mit dem österreichischen Literaturpreisträger (ist Gstättner diesbezüglich einer der Unverdächtigsten?) DER österreichische LiteraturNOBELpreisträger gemeint ist, dann gibt es auch auf dieser Ebene einen A-Sager. Handke gebrauchte sogar den Plural und war ließ anatomisch nichts anbrennen mit seinem "A-löcher"-Sager. Mitten ins Gesicht der ORF-Literatur-Grand-Dame Katja Gasser und im noblen Ambiente der Pariser Botschaft. Arsch.