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Ab 18. Juli in GrazWie sich das 30. Tanztheaterfestival neu erfindet

Am 18. Juli beginnt das Tanztheaterfestival der Grazer Bühnenwerkstatt in Graz. Für das 30-jährige Jubiläum will man alte Regeln über Bord werfen und ein Experiment wagen.

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Tanz in all seiner Form ist von 18. bis 23. Juli in Graz zu erleben © Mick Morley
 

"Wir brechen das Festival auf", verkündet Ursula Gigler-Gausterer. Die Leiterin des Tanztheaterfestivals der Grazer Bühnenwerkstatt will zum 30-jährigen Jubiläum neue Wege gehen. Ab 18. Juli tanzen 30 Tänzer aus der ganzen Welt 16 Performances auf dem fürs Festival typischen roten Teppich. Die Tänzer machen das aber nicht wie sonst im Theater im Palais und schön der Reihe nach, sondern zeitgleich im Hof auf 13 Stationen - oder Inseln, hält man sich doch an das diesjährige Motto "Poetic Islands".

An zwei Abenden (18. und 19. Juli) finden die Performances statt. Wie das genau ablaufen soll? "Jeder Künstler soll in seiner Individualität, in seinen eigenen Choreografien bleiben", erklärt Gigler-Gausterer. Die Gemeinsamkeit, die aus den einzelnen Stationen eine Komposition macht, bildet die Live-Musik von Sasha Pushkin bestehend aus Klavierklängen und Elektronik. Von der sollen sich die Tänzer nicht beirren lassen. Eine "polyphone Tanz-Symphonie" nennt der russische Choreograf Evgeny Kozlov das, was sich dem Publikum offenbart. "Es ist eine Herausforderung für die Künstler und das Publikum. Wir möchten die Menschen in ihrer Emotion treffen", so Gigler-Gausterer. Die Besucher des Festivals sollen durch die Stationen wandeln und verweilen, wo sie wollen. Das Programm des diesjährigen Festivals stellen sie sich also selbst zusammen.

Zum Festival

30. Internationale Bühnenwerkstatt im Theater im Palais Graz. 18. bis 23. Juli. "Poetic Islands" am 18. Juli ab 17:30 und ab 19 Uhr und am 19. Juli um 19 Uhr. Workshops von 19. bis 23. Juli. Weitere Informationen: www.buehnenwerkstatt.at. Tickets: www.ticketzentrum.at, Tel.: 0316 8000 oder office@buehnenwerkstatt.com, Tel. 0650 32 10 341.

Gesellschaftliche Erwartungen und Neuanfänge

Zu sehen sind auf den Inseln unter anderem die Tänzerinnen der Oper Graz mit "Resurgence", einer Choreografie, die sich mit den Erwartungen der Gesellschaft auseinandersetzt. Vom Massenexodus der Albaner in den 90ern, vom Abschied nehmen und dem Neubeginn handelt "Exil" vom Kosovo Ballett. Ein explosives und intimes Duett ist von zwei Tänzern der Oper Maribor zu erleben. Die Tanzrichtungen reichen von zeitgenössischem Ballett über Hip-Hop bis hin zu japanischem Tanztheater.

Traditionelles Element des Festivals bleiben die Workshops, die Künstler von 19. bis 23. Juli abhalten. Sie richten sich sowohl an Anfänger als auch an Profis. Eintauchen kann man etwa in einen Yoga-Tanz-Mix oder ins Körpertheater.

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