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Bachmannpreisträgerin Nava Ebrahimi: "So dreist, mir diesen Preis zu erwarten, war ich nicht"

Die in Graz lebende Schriftstellerin Nava Ebrahimi ist die frisch gekürte Bachmannpreisträgerin 2021. Im Interview spricht sie über die Bedeutung des Preises und über die Selbstzweifel, die man als Autorin immer hat.

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Nava Ebrahimi hat den Bachmannpreis 2021 gewonnen
Nava Ebrahimi hat den Bachmannpreis 2021 gewonnen © (c) Juergen Fuchs
 

Herzliche Gratulation, Sie sind Bachmannpreisträgerin 2021. In unserem letzten Gespräch haben Sie gemeint, dass Sie sich einen Preis erhoffen.
NAVA EBRAHIMI: Na ja, die Wahrscheinlichkeit, dass man irgendeinen Preis gewinnt, ist ja nicht so niedrig. Aber gleich den Preis, also den Bachmannpreis, zu gewinnen, so dreist war ich nicht, mir das zu erwarten. In einem kleinen Winkel meines Kopfes habe ich mir das natürlich schon gewünscht - aber wirklich nicht erwartet. Auch nach der Jurydiskussion habe ich nicht damit gerechnet.

Kommentare (1)
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zweigerl
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3
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Verloren in fremden Welten

Der iranisch-amerikanische Hintergrund dieser verqueren Familiengeschichte, die Familie down, aber Cousin und Cousine exzellieren als ausübende und schreibende Künstler, hat sich mir nicht erschlossen. Ich möchte nicht werten. Aber hier werden intime Familienprobleme introspektiv und artifiziell miteinander verzahnt, die nicht einmal mehr ansatzweise das Paradigma der europäischen Literatur fortschreiben. Aber wie sagte die Juryvorsitzende euphorisch über die Geschichte eines IS-Mördervaters, die zweifach prämiiert wurde? "Endlich: Adorno und Berlin-Kreuzberg." Na dann.