Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Egyd Gstättner denkt querIn welcher Stadt, in welchem Land werden Straßen nach Mördern benannt?

Egyd Gstättner ärgert sich über die Beibehaltung der nach dem Nazi-Arzt Dr. Franz Palla benannten Gasse in Klagenfurt.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Proteste in der Dr. Franz Palla-Gasse © Helge Bauer
 

Dass der Klagenfurter Stadtsenat seine Aufgabe darin sieht, mit sicherem Griff immer die peinlichsten und jämmerlichsten Beschlüsse zu fassen – zum Beispiel die Beibehaltung des Namens der nach dem Nazi-Arzt Dr. Franz Palla, Experte für Zwangssterilisierungen, benannten Gasse allen Protesten zum Trotz bis in alle Ewigkeit – hat ja bereits lange, traurige Tradition. Dass der Senat damit sämtliche gegenwärtig in der stolz sogenannten Literaturstadt K. lebenden Schriftstellerinnen und Schriftsteller brüskiert, nimmt er achselzuckend in Kauf.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

dude
3
8
Lesenswert?

Bravo Egyd Gstättner! Klare Worte...

... wie wir es von Ihnen gewöhnt sind! Danke!
Ähnlich - und natürlich in nicht so ausgefeilten Worten - habe ich vergangene Woche hier in diesem Forum gepostet:

"Echt schräg!
Und was wird dann auf der Zusatztafel stehen?
"NS-Arzt für Zwangssterilisation"
Was soll das? So jemanden zu "vergessen" sollte für die Gesellschaft kein Nachteil sein! Die Empfehlung des Erinnerungsbeirates und der Historikerkommission kann ich definitiv nicht nachvollziehen!
Denn wenn es nach deren Argumentation geht, müßte ja allen Verbrechern aus der Vergangenheit ein Platz, eine Straße oder eine Gasse gewidmet werden - nur um dem "generellen Vergessen" vorzubeugen!"