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Verschiebung von ProduktionenOper Graz hat den Probenbetrieb eingestellt

Die Grazer Oper will die Kontakte generell minimieren und setzt auf Heimstudium. Mehrere Verschiebungen von Aufführungen sind notwendig.

Die Grazer Oper
Die Grazer Oper © (c) APA/KARIN ZEHETLEITNER (KARIN ZEHETLEITNER)
 

Die Grazer Oper muss coronabedingt weitere Eingriffe in den Spielplan vornehmen. Um Ersatztermine für Produktionen, die schon geprobt sind, platzieren zu können, müssen zwei Produktionen auf eine der kommenden Saisonen verschoben werden, wie Vizeintendant Jörg Rieker erläutert. Das betrifft Offenbachs Operette „Die Großherzogin von Gerolstein“ und das für die Studiobühne geplante Ballett „Rotkäppchen“. Die für den 12. Dezember geplante Premiere von Bedřich Smetanas „Die verkaufte Braut“ wandert auf den 16. Jänner.

Bei der ausstehenden Premiere von „Madama Butterfly“ gibt es noch keine Klarheit. Man hofft, diese am 18. Dezember nachholen zu können, aber es muss naturgemäß abgewartet werden, in welcher Form der Betrieb im Dezember wieder anläuft. Die Proben laufen bis heute weiter, ab morgen wird in Heimstudium und Homeoffice gearbeitet. Grund dafür sind aber nicht die einzelnen Coronafälle im Haus (Rieker: „durch die regelmäßigen Tests konnten diese schnell identifiziert werden“), sondern eine generelle Minimierung von Kontakten.

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Lodengrün
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Home Office

also. Zürich bringt am 6. Dezember eine Premiere, Simone Boccanegra, im streaming heraus. Alle arbeiten dort, in Kurzarbeit, aber sie arbeiten. Was sie haben, - ein ausgeklügeltes und strenges Sicherheitskonzept.

Angelica
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Maximale Kontaktreduktion plus Mitarbeiterschutz

Die Grazer Oper, im übrigen auch Schauspielhaus und Next Liberty, haben seit Beginn der Spielzeit im August bei normaler Probenarbeit und Vorstellungsbetrieb ihr strenges Sicherheitskonzept mit u.a. regelmässigen Testungen aller Mitarbeiter erfolgreich umgesetzt und vielen Menschen in Graz so wieder ein Stück Kultur-Normalität geschenkt, was anderenorts nicht möglich war. Man denke an die „Anatevka“! Es ist weder im Publikum noch bei den Mitarbeitern zu relevanten Ansteckungen oder gar Clustern gekommen. Aber auch ein noch so ausgeklügeltes Sicherheitskonzept kann nie zu 100% Sicherheit bieten, und deshalb ist es einfach ein Gebot der Vernunft, auch im Rahmen der Sorgfaltspflicht des Arbeitgebers, bei den jetzigen hohen Zahlen an Infektionen und der drohenden Überlastung der Spitäler kein Risiko einzugehen und die Probenarbeit für einige Zeit auszusetzen, bis die Infektionszahlen wieder sinken. Genauso verantwortlich verhalten sich andere Arbeitgeber, die, wenn möglich, ihre Mitarbeiter zum eigenen und zum Schutz der Gesellschaft ins Home Office schicken.

Lodengrün
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Oh

die vereinigten Bühnen antworten. Wie gesagt, jeder hat so seinen Weg. Es gibt aber auch jene deren einziges Augenmerk dem Weihnachtsgeschäft gewidmet ist.

Angelica
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Oh nein

Oh nein, nicht die Vereinigten Bühnen antworten. Ich gebe hier eine Privatmeinung ab, die möglicherweise von anderen geteilt wird.

Lodengrün
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Dann

sind Sie ein(e)Theaterliebhaber/in. Sehr schön. Die Wiener Philharmoniker gingen in Wien für die Japan Tournee in Quarantäne. Bei Ankunft wurden sie nochmals getestet. Die Salzburger Festspiele hatten keinen Corona Fall! Und wie viele Musiker bei Elektra im Graben sitzen wissen wir. Wie geschrieben. Jeder hat seinen Ansatz. Im Sport sagt etwa Thiem man könne so die Leute aus dem Corona Alltag reißen.

Angelica
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Zahlenspiele

Die Wiener Philharmoniker gingen mit wie vielen Musikern auf Tournee nach Japan und dafür vorher in Quarantäne? Ich schätze mit Begleitmannschaft auf knapp über 100 Personen. Die Grazer Oper und die dazugehörigen Werkstätten haben geschätzt mehrere Hundert Mitarbeiter..
Und zu den Salzburger Festspielen und der „Elektra“ dort: im Sommer hatten wir in Europa und vor allem in Österreich viel niedrigere Infektionszahlen, das mit der jetzigen Situation zu vergleichen ist mehr als kurzsichtig.
Ich bin sicher, die Künstler der Grazer Oper würden gern lieber heute als morgen wieder zurück auf die Bühne, aber im Sinne der Allgemeinheit ist einfach jetzt für ein paar Wochen Vernunft und Zurückhaltung angebracht.

Lodengrün
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Wir

könnten jetzt das Für und Wider lange führen. Was die Vorsicht, die Rücksicht als auch die Zurückhaltung betrifft bin ich voll an Ihrer Seite. Aber wenn schon dort, dann sollte man es auch konsequent auf allen Ebenen „spielen“.

Lodengrün
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Was

gibt es da mit 👎 zu bewerten? Eine Schilderung, mehr nicht. Arme Leut gibts schon.