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Folgt Antonia GössingerWolfgang Fercher wird Chefredakteur der Kleinen Zeitung Kärnten

Antonia Gössinger wechselt nach fünf Jahren an der Spitze der Redaktion zum Jahresende in den Ruhestand. Ihr folgt aus der Kärntner Redaktion der 40-jährige Wolfgang Fercher nach. Er soll die digitale Transformation der zweitgrößten Kauftageszeitung Österreichs vorantreiben.

Portraitfotos Wolfgang Fercher September 2020
Wolfgang Fercher wird neuer Chefredakteur © (c) Markus Traussnig
 

Generationswechsel an der Spitze der Kleinen Zeitung Kärnten und Osttirol: Die langjährige Chefredakteurin Antonia Gössinger (62) übergibt mit Jahresende das Zepter an Wolfgang Fercher. Der 40-jährige Absolvent des Master-Lehrgangs für Qualitätsjournalismus an der Donauuniversität Krems begleitete zuletzt in Klagenfurt und Graz die strategische und organisatorische Transformation der Kleinen Zeitung zu einer multimedial ausgerichteten Marke und trieb am Desk in leitender Funktion die Digitalisierung voran. 2019 wählte das Branchenmagazin „Der Journalist“ den gebürtigen Oberkärntner aus Möllbrücke zum „Kärntner Journalisten des Jahres“.

Fercher verkörpert in seinem bisherigen Lebenslauf anschaulich die Spannweite der mit knapp 300.000 Abonnenten größten Bundesländerzeitung Österreichs: Er unterrichtete nach seiner Ausbildung in Krems an den Partner-Universitäten in Baku, Belgrad und Hanoi, ehe er sich zur Gänze der Weiterentwicklung der Kleinen Zeitung in Kärnten widmete. Seine ersten journalistischen Sporen hat sich der leidenschaftliche Sportler und Ironman-Finisher 2017 übrigens als Reporter beim Kärntner Privatradio Antenne verdient.

Antonia Gössinger wird der Kleinen Zeitung als Autorin weiter erhalten bleiben Foto © Weichselbraun

Mit Antonia Gössinger beendet eine publizistische Ikone des südlichen Bundeslandes ihre berufliche Karriere. Geradlinigkeit und Würze zählen zu ihren prägenden Wesenszügen. In ihrer Kolumne „Salz und Pfeffer“ beleuchtete die Journalistin, die seit 2015 die Kärntner Redaktion leitet, über Jahre hinweg die politischen Verhältnisse Kärntens und zeigte mit großer Unbeugsamkeit Fehlentwicklungen auf. Unerschrockenheit, Mut und Klarheit waren auch die Vorzüge, die die Jury 2006 bei der Zuerkennung des Kurt Vorhoferpreises an Gössinger ins Treffen führte. In der Ära Jörg Haiders war die aus Liebenfels stammende Publizistin wiederholt Anfeindungen und Schmähungen ausgesetzt. Mit Abbestellungskampagnen, Inseratenboykotten und der Streichung der Presseförderung war erfolglos versucht worden, den Widerstandsgeist der Unbequemen zu brechen. 2007 erhielt Gössinger den Sonderpreis für Mut des Branchenmagazins „Der Journalist“, zwei Jahre darauf den Concordia-Preis für ihren Kampf um den Erhalt der Freiheit der Presse.

Bei der Präsentation des neuen Chefredakteurs: Thomas Spann, Wolfgang Fercher, Hubert Patterer, Antonia Gössinger und Markus Mair Foto © Hrast

Wolfgang Fercher sieht sich ganz in der Traditionslinie Gössingers und fühlt sich dieser leidenschaftlich verpflichtet: „Ich freue mich auf die Herausforderung. Wir wollen weiterhin ein kritischer, unabhängiger Begleiter für die Leserinnen und Leser in Kärnten und Osttirol sein“, erklärte der junge Nachfolger bei der internen Bekanntgabe der Weichenstellung heute Vormittag in Klagenfurt durch die Geschäftsführung und den Vorstand der Styria Medien AG. Standhaftigkeit, Faktentreue und verlässliche Recherche blieben in unruhigen Zeiten unverzichtbare Prinzipien, so Fercher.

Antonia Gössinger über den bevorstehenden Wechsel: „Es ist für mich der richtige Zeitpunkt, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen und den auslaufenden Vertrag nicht mehr zu verlängern“. Sie blicke auf erfüllte Jahre zurück und hinterlasse 37 Jahre nach ihrer Anstellung ein wohlbestalltes Haus.

Wie in der Steiermark ist auch die Kleine Zeitung Kärnten die mit Abstand stärkste Tageszeitung im Bundesland. In der Media-Analyse 2019 wurde die Kärntner Ausgabe mit der höchsten Bundesländer-Reichweite Österreichs (49 Prozent) ausgewiesen. Wie der für beide Ausgaben gesamtverantwortliche Chefredakteur Hubert Patterer bekanntgab, werde Gössinger den Leserinnen und Lesern als streitbare, meinungsstarke Kolumnistin erhalten bleiben. An einem würzigen Titel werde noch gearbeitet. Gössingers Grundhaltung bleibe Verpflichtung und Auftrag.

Wechsel auch im Wirtschaftsressort

Auch im Wirtschaftsressort in der Kärntner Redaktion gibt es einen Wechsel. Uwe Sommersguter, Mitglied der Chefredaktion, übernimmt mit Jahresbeginn 2021 die Leitung des Ressorts in Kärnten von Adolf Winkler. Adolf Winkler steht Wolfgang Fercher weiterhin als stellvertretender Chefredakteur mit all seiner Erfahrung zur Seite.

Podiumsdiskussion Bürgermeister Wahl St. Stefan Gailtal 2017
Uwe Sommersguter übernimmt das Wirtschaftsressort Foto © (c) Kleine Zeitung Helmuth Weichselb (Weichselbraun Helmuth Weixxx)

Uwe Sommersguter (50) ist seit 2012 Mitglied der Chefredaktion der Kleinen Zeitung Kärnten und Osttirol. Der gebürtige Klagenfurter begleitet federführend seit acht Jahren verschiedene Projekte und Veränderungsprozesse im Unternehmen. Unter anderem als Projektleiter für den multimedialen Relaunch aller Plattformen und als Mitglied des strategischen Kernteams im Rahmen des Change-Prozesses. Als Newsmanager, Deskchef und Wirtschaftsredakteur nimmt Sommersguter auch im operativen Tagesgeschäft eine wichtige Führungsrolle ein. 

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muckensturm
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Eine wunderschöne Zeit,

Wir werden Sie vermissen, genießen Sie den wohlverdienten Ruhestand.

kritiker47
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So ist es im Leben,

die Einen weinen, die Anderen weniger. Immerhin muss man ihr zugute halten, dass sie aus der Kärntner KLEINE eine ganz gute "Kaiser"-Zeitung gemacht hat. Das war taktisch sehr klug von ihr, da sie dadurch freien Rücken hatte, umso heftiger auf die ihr nicht so sympathische andere Politszene zu zielen und oft, wenn auch gekonnt, ordentlich "Fett" abließ. Es ist ihr nur zu wünschen, dass sie den Pensionsschritt auch verdaut und nicht, wie viele Andere dem Irrglauben verfällt, dass es ohne sie nicht geht und dabei nur verlieren kann. In dem Sinne eine gute Ruhegenusszeit und möge sie gesund bleiben.

Irgendeiner
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Im Gegenteil,die war nie parteiisch,die wird schon ihre

politische Haltung haben,wenn die mehr auf der roten Seite ist, ist sie nicht meine,wärs aber auf der schwarzen Seite auch nicht und türkis halte ich sowieso für ein Loch in der Landschaft,die hat sich als einzige öffentlich gegen einen kollektiven Schwafelwahnsinn gestellt und aufgezeigt wenn einer der uns nie belogen hatte uns wieder mal belogen hat,während bei den konkurrierenden Berufspolitikern fast alle den Kotau gemacht haben, die konnte noch aus miesester Position unter Vollbeschuß und unter Weicheiern die sich tief bückten zurückkämpfen,geht nicht um Gesinnung, geht um Charakter und Haltung.Und deshalb auch zum zweiten,Nein, sie sollte sich vorbehalten das Wort gelegentlich ex cathedra zu ergreifen,bei der weiß ich wenigstens, daß das ihre Meinung ist und nicht ein sprachgewordener Kniefall.
Und nebenbei gesagt,die wird noch lange als Denkmal stehen,für die Herren der Schöpfung hier,denn es ist urpeinlich wenn der bessere Mann eine Frau ist und auch noch der einzige,ich will diese Onna bugeisha hier nicht restlos verlieren,Intelligenz und Haltung sind bei uns eine viel zu rare Paarung.

kritiker47
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Ja,Ja irgendeiner,

wir wir wissen ohnehin, dass Sie nicht anders können, wäre ja glatter "Stilbruch" bei Ihnen, oder nicht ? Ich meinte nur zur Frau Gössinger, dass sie nicht den Fehler der Frau Anneliese Rohrer machen sollte, die ihren meist ungefragten "Senf" aufträgt und längst übersehen hat, dass ihre Zeit schon lange vorbei ist. Diese Selbsterkenntnis und Vernunft in eigener Sache wünsche ich der Frau Gössinger wirklich und möge sie persönlich den Lebensabend genießen und gesund bleiben.

Irgendeiner
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Weißt Du Kritiker,

ich seh wenn wer angriffig ist,und das warst Du und wir wissen beide daß Redakteure hier nicht posten dürfen ,ich habs amtlich,außer unter dem offiziellen Nick,nicht,und die daher selbst nicht widersprechen kann,ganz abgesehen davon, daß sie sich in Foren auch schon ganz anderes anhören mußte,da gings auch oft tief runter zu Jörgs Zeiten.Und Du bist offenbar der verfehlten Meinung Leute die älter werden seien schon sowas wie scheintot,nein Kritiker,Leute die was wissen und können
laufen nach der Entlastung vom alltäglichen Trott oft erst zu einer neuen Hochform auf,warum sollte man auf Erfahrung verzichten,die Einsicht wünsch ich ihr.Und Frau Rohrer kenn ich zu wenig, aber was ich gehört habe schien mir hochvernünftig.Weißt Du Kritiker,wenn du intelligent bist und dein Leben lang was dazugelernt hast,hast im Alter all die Hebel mit denen man was bewegen kann,und das ist ein gutes Gefühl, daß man jedem gönnen sollte.

georgXV
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genauso ist es !!!

sie hat sich sehr große Verdienste "im Kampf" gegen Jörg Haider und seine Kumpalan erworben.
Sie hat LEIDER den Landeskaiser und seine Freunden zu wenig "auf die Finger geklopft" (z.B. Verträge im Zusammenhang mit dem Verkauf des Klagenfurter Flughafens).

Irgendeiner
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Dann schon jetzt,danke Frau Gössinger,

für ihre Haltung zu Jörgs Zeiten,Sie waren hier nachweislich der einzige Mann der Flagge zeigte,Kärnten hat ihnen viel zu verdanken und wir Insassen mit.

Hausverstand100
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Was?

Fr. Gössinger geht in den Ruhestand?
Kann doch gar nicht sein! Ist ja noch viel zu jung!
Schade um eine brillante Persönlichkeit!
Alles Gute und noch viele gesunde Jahre!

Hirohito
6
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Ruhestand Frau Gössinger...

Ich wünsche der liebe und wichtig gewordenen Stimme der Kleine Zeitung alles Gute in ihrem verdienten (Un-)Ruhestand!
Er sei und ist wohl verdient und lange während!
Ich werde es nie vergessen, dass sie das mediale Korrektiv der Haider- und Dörfler-Zeit, als Politiker und LH's war, die Wahrheiten und Fakten auf den Tisch brachte, ihnen auf die Finger klopfte und die zwei "ehrenwerten Herren" manches Mal auch ordentlich zum "Stottern" brachte...

Auch ihrem gewiss erprobten Nachfolger wünsche ich allen erdenklichen Erfolg und immer die richtigen Worte, wenn sie notwendig sind!

Veränderung ist auch die einzig fixe Konstante in einem Leben für und mit der Kleine Zeitung, die ich schon seehr lange abonniert habe! Und es sicher noch lange als Abonnent sein werde.

In diesem Sinne, alles Gute für die Kleine Zeitung, für Hr. Fercher und besonders auch Frau Gössinger!

GordonKelz
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Nicht einmal dabei, stehen Sie mit ihrem ....

NAMEN zum gesagtem?! Ist für den Papierkorb...
Gordon Kelz

franzmiklautz
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Die wichtigste ...

... Journalistin des Landes - wahrscheinlich der ganzen Republik - während der Haider-Jahre und der Dörfler-Ära. Alles Gute! Auch dem Nachfolger!

joe1406
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Change-Prozess

Früher mal hat man gesagt eine geht in Pension und ein neuer Mann übernimmt. Aber klar - heutzutage ist ja so etwas ein Change-Prozess mit unabsehbaren positiven Folgen. Alles Gute der Kärntner Mut-Ikone - sie war eine der wenigen die sich nicht vom Jörgi und seinen Gesellen unter Druck setzen ließ und möge der neue Mann genau so agieren - ganz egal woher in Zukunft der Druck kommt.

GordonKelz
7
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Von Jörg hat sie sich nicht unter Druck...

..setzen lassen, dafür von der Kirche und die Meinung der Bevölkerung hatte auch keinen großen Stellenwert. Warum wird so geheuchelt ? Wünsche Frau Gössinger auch noch viele schöne Jahre aber ich heuchle nicht!
Gordon Kelz

GordonKelz
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Kann nur gratulieren!!!!!!

Gordon Kelz

Kac-Fan
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Wenn...

ich auch nicht immer Ihrer Meinung war, Frau Gössinger, so habe ich diese immer geachtet. Ebenso wie Ihre Mut, Unbequeme Dinge anzusprechen. Sie sind auch nie untergriffig und/oder persönlich geworden. Ich wünschen Ihnen alles Gute auf Ihren weiteren Wegen.

Patriot
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Liebe Frau Gössinger!

Danke für Ihre großartigen Beiträge in der Kleinen Zeitung!
Sie haben den allermeisten der Leser/innen aus dem Herzen gesprochen.
Alles erdenklich Gute für Sie weiterhin!

Bukowski
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Liebe Frau Gössinger

Danke für ihren Mut mit dem sie über viele Jahre ihre Journalistische Ehre und die Freiheit des Wortes hochgehalten haben. Chapeau, gibt es in der heutigen Zeit nicht mehr so oft.

fans61
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Frau Gössinger wird mir fehlen.

Alles Gute für den neuen Lebensabschnitt und Danke für die objektive Berichterstattung vergangener Jahre.

Amadeus005
6
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Frischer Wind gefällt mir

Währe schade gewesen, wenn nur die Nächstälteren nachgerückt wären.