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Shootingstar Ocean Vuong"Literatur kann den Horror überwinden"

Der vietnamesisch-amerikanische Autor Ocean Vuong wird weltweit hymnisch gefeiert. Ein Gespräch über die Kraft von Sprache, Vielheiten und Franz Kafka.

Wird für seinen Roman und seine Gedichte hymnisch gefeiert: Ocean Vuong
Wird für seinen Roman und seine Gedichte hymnisch gefeiert: Ocean Vuong © (c) Doug Levy / Eyevine / picturedesk.com (Doug Levy)
 

Sie nehmen am „Future Library“-Projekt in Oslo teil. Texte von 100 Schriftstellern aus der ganzen Welt werden gesammelt, verschlossen und erst im Jahr 2114 veröffentlicht. Ist das ein Triumph über den Tod? Die Literaten werden längst tot sein, aber ihre Worte überleben.
OCEAN VUONG:
Ich würde es nicht als Triumph bezeichnen, eher als Zusammenarbeit mit dem Tod. Die Künstler müssen sterben, damit ihre Kunst ankommt. Diese Idee hat mich als Buddhist interessiert. Schriftsteller sind oft sehr egozentrische Menschen. Aber den Geist seines Ichs ohne das leibhaftige Ich in die Zukunft zu senden, das ist für mich eine faszinierende Meditation über den Tod.

Kommentare (1)

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zweigerl
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Lesenswert?

Ein Kafka aus Vietnam?

Schon originell, wie sich da ein knapp dreißigjähriger Vietnamese in die kanonische Literatur der europäischen Moderne einliest. Klingt freilich mehr nach einem basalen Literaturkurs als nach einem eigenständig reflektierenden Bewusstsein. Romane, die eigentlich Essays sind, sind zumeist keine - Romane nämlich. Daran scheiterte bereits Musils MoEauf höchstem "sprachlichen" Niveau.