Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Analyse von Martin GasserBlackfacing und Rassismus: Wie schwarz Otello sein darf

Der größte aller italienischen Opernhelden ist ein Schwarzer. Über Blackfacing und Rassismus, anlässlich der „Otello“-Neuaufnahme mit Jonas Kaufmann.

The Royal Opera's Production Of Giuseppe Verdi's 'Otello'
Jonas Kaufmann als "Otello" © Corbis via Getty Images
 

Vor fünf Jahren gab die Metropolitan Opera in New York bekannt, dass man darauf verzichten werde, den Sänger von Verdis Otello schwarz zu schminken. Die Opernkompagnie reagierte damit auf tausende Protestmails gegen das Blackfacing, das Erinnerungen an die rassistische Verhöhnung von Afroamerikanern in sogenannten Minstrel-Shows weckte. Auch in der letzten „Otello“-Produktion an der Wiener Staatsoper 2019 sah man davon ab, den Darsteller schwarz anzumalen.

Kommentare (1)

Kommentieren
Lodengrün
5
6
Lesenswert?

Darüber zu diskutieren!

Die Person wird im Stück definiert. Und Domingo war kein Mohr. Schon del Monaco sagte über ihn:“welch ein guter Cassio!“. Pavarotti hat gleich gesehen und das Stück abgelegt. Genierte sich über die Aufnahme.