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Queeres DuoKnebl und Scheirl vertreten Österreich bei der Kunstbiennale in Venedig

Die Künstlerinnen Jakob Lena Knebl und Ashley Hans Scheirl werden Österreich auf der nächsten Kunstbiennale in Venedig 2021 vertreten.

KUNSTBIENNALE VENEDIG - BEKANNTGABE KURATORIN UND KUeNSTLERINNEN FUeR OeSTERREICH-PAVILLON: JAKOB LENA KNEBL / ASHLEY HANS SCHEIRL
Jakob Lena Knebl und Ashley Hans Scheirl © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Jakob Lena Knebl und Ashley Hans Scheirl seien "zwei der dynamischsten und international renommiertesten Künstlerinnen, die Österreich derzeit hat", sagte Ulrike Lunacek in ihrer ersten Pressekonferenz als Kunst- und Kultur-Staatssekretärin und nannte deren Arbeiten "innovativ, mutig und unkonventionell". Es sei eine multimediale und humorvolle Auseinandersetzung mit Geschlechteridentitäten.

Sie sei der Präferenz der Jury gefolgt, sagte Lunacek. Diese bestand aus Lentos-Direktorin Hemma Schmutz, KHM-Kurator Jasper Sharp, Künstler Erwin Wurm und "Parnass"-Chefredakteurin Silvie Aigner. Sie finde es "demokratiepolitisch sehr toll, dass es nun auch bei der Kunstbiennale erstmals einen Juryprozess zur Auswahl gibt", sagte Schmutz. 60 Kuratorinnen und Kuratoren haben an der Ausschreibung teilgenommen, acht wurden zum Hearing eingeladen, danach wurde "ein Dreiervorschlag mit Präferenz" präsentiert. "Es war keine Entscheidung gegen die 59 anderen", versicherte Schmutz, die noch bis 17. Mai Knebls Ausstellung "Frau 49 Jahre alt" im Kunstmuseum Lentos Linz zeigt, und nannte die Einreichungen vielfältig und toll: "Österreich hätte zehnmal den Pavillon füllen können, die Qual der Wahl war sehr schwer."

Die Wahl fiel auf Karola Kraus, die als Kuratorin mit den Künstlerinnen Knebl und Scheirl angetreten war. Aus dieser Wahl sei jedoch kein Präjudiz für die anstehende Entscheidung über die künftige mumok-Leitung "rauszulesen", versicherte Lunacek. Die Hearings hätten stattgefunden, eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen und werde in den nächsten Wochen bekanntgegeben. Kraus hat sich um Verlängerung ihres seit Herbst 2010 laufenden Vertrags beworben. Karola Kraus sagte, sie habe sich für die beiden Künstlerinnen entschieden, weil sie "aktuelle, brisante und innovative Themen in sinnlichen Arbeiten breitenwirksam verhandeln. Ihre von vielfältigen Verschränkungen zwischen Kunst, Performance, Design, Mode und Architektur geprägten Werke thematisieren aktuelle Diskurse, die international rezipiert werden."

Zuletzt hätten sie gemeinsam "mit einer fulminanten raumgreifenden Installation" bei der 15. Biennale in Lyon 2019 Erfolg gehabt. Einige der dort umgesetzten Ideen sollen auch in Venedig weitergeführt werden. Dort werde es "bühnenartige Installationen, in denen sich ihr gesamter künstlerischer Kosmos ausbreitet", geben, sagte Kraus. Dieser umfasse Malerei und Fotografie, Textil- und Soundarbeiten, Objekte, Videos und Apps. Die "architektonischen Gegebenheiten des symmetrischen Pavillons" werden dafür genutzt, jeweils einzelne Positionen zu zeigen, "die sich gleichzeitig an verschiedenen Stellen miteinander verweben". Das vom Bund gestellte Budget von 450.000 Euro wird wie immer nicht ausreichen. "Wir planen ungefähr 700.000 Euro Gesamtbudget. Den Rest werde ich akquirieren", so Kraus.

Zur Person

Jakob Lena Knebl wurde 1970 in Baden geboren. Sie war zehn Jahre in der Altenpflege tätig, ehe sie an der Akademie der bildenden Künste bei Heimo Zobernig textuelle Bildhauerei und bei Raf Simons an der Modeklasse der Universität für angewandte Kunst Wien studierte. Von einigen Jahren ersetzte sie ihren Taufnamen im Sinne ihres Spiels mit Identität und Geschlecht durch die Vornamen ihrer Großeltern und gab sich den Nachnamen Knebl. "In ihren Arbeiten setzt sie die assoziative Fülle des eigenen Denkens mit einer Vielzahl von Ausdrucksmitteln (Performance, Installation, Film, Fotografie, Objekt) in Verbindung", heißt es in einer Kurz-Biografie der Akademie der bildenden Künste Wien, wo Knebl als Senior Artist am Institut für das künstlerische Lehramt arbeitet.

Die Transgender-Künstlerin Ashley Hans Scheirl wurde 1956 in Salzburg geboren und studierte 1975-80 an der Akademie der bildenden Künste Wien. 1980 schloss sie ihr Studium mit dem Diplom in Konservierung und Restaurierung ab und übersiedelte für einige Zeit nach New York. 2003 legte sie ihre Masterprüfung am Master of Art studies am Fine Art at Central Saint Martins College of Art and Design in London ab. Nach 16 Jahren in London, wo sie sich in der Szene von queeren und transgender-Künstler*innen bewegte und sich die transgender Indentität "Hans" zulegte, lebt sie seit 2005 in Wien. Scheirl erhielt 2006 das österreichische Staatsstipendium für Bildende Kunst und wurde im selben Jahr Professor*in für kontextuelle Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien.

Der Arbeitstitel der gemeinsamen Schau lautet "Invitation of the soft machine and her angry body parts". Soft sei die Materialität, die Frauen zugeschrieben werde, erläuterte Knebl, die sich laut eigenem Bekunden "seit Tagen in einer Schockstarre vor Glück" befindet. Es gehe in ihren "Begehrensräumen" um - sowohl queeres wie heterosexuelles - Begehren. "Wir sind dabei oft auf Körperteile fixiert." Das Auseinandernehmen des Körpers sei wichtig, um die Komplexität der Identitäten zu verdeutlichen, sagte Ashley Hans Scheirl: "Wir sind ja Mehrere und haben auch mehrere Beziehungen zur Außenwelt."

Vielfältig wird nicht nur das Spiel mit Identitäten, sondern auch die Verschränkung der beiden Künstlerinnen in den gezeigten Arbeiten: So soll Knebl als Motiv auf Bildern Scheirls auftauchen, diese zieren eine Kollektion des Wiener Modelabels "House of the Very Islands". Überhaupt gab Knebl das Motto aus: "Kunst raus aus dem elitären Raum und hinein in den Alltag damit!" Gleichzeitig soll Wien und Venedig, Reales und Virtuelles im Begleitprogramm miteinander verschränkt werden. Angekündigt wurden Video-Übertragungen nach Wien, Hologramme, "in die wir zu bestimmten Uhrzeiten live hineinsteigen", häufige Ortspräsenz, "um mit den Besuchern in Beziehung zu treten", und ein Barbecue. Letzteres sei aber noch unsicher wegen der Brandschutzvorschriften, schränkte Knebl ein: "Sonst stellen wir Gulaschkesseln auf."

2019 zeigte Österreich  eine Ausstellung von Renate Bertlmann. Die
76-jährige Pionierin der Performancekunst wurde von Kuratorin Felicitas Thun-Hohenstein ausgewählt, 2017 wurde Bertlmann mit dem
Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet. Es ist die erste
Einzelpräsentation einer Künstlerin im Österreich-Pavillon.

 

 

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Danke für Ihr Verständnis.

Ifrogmi
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und noch ein grund ...

... warum sich unsere gläubigen mitbürger mit händen und füssen gegen jede integration wehren werden.

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Estarte
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Ein Armutszeugnis für die Kuratoren und eine zur Schau Stellung der BANALITÄT

ich dachte, der Fasching sei vorbei, für die Kunst ist wohl das ganze Jahr Fasching.
Wenn das die "renommiertesten Künstlerinnen" sind, die Österreich zu bieten hat, dann können wir sämtliche Kunstschulen und Kunstakademien schließen.
Wenn Kunst nicht mehr von Können kommt, was sollten Studenten dann in einer Kunstschule lernen ?
Die Kultur wird immer banaler, und die Frage stellt sich ob das überhaupt noch als "Kunst" zu bezeichnen ist.
Wenn die Sonne in der Kultur tief unten steht, werfen auch die Zwerge lange Schatten, und unter den Blinden ist der Einäugige König.
Jedenfalls kommt die Auseinandersetzung mit Geschlechteridentitäten unserer Frau Lunacek sehr entgegen und das Thema scheint für sie brisant zu sein, und noch dazu sogar Kunst.
Eine Schande.......

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Shiba1
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10
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OmG

....

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