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neuebuehnevillachJoshua-Sobol-Uraufführung: Vom Traumata über mehrere Generationen

Alice Miller, weltweit verehrte polnisch-jüdische Psychotherapeutin, konnte ihrem Sohn „Das Drama des begabten Kindes“ nicht ersparen. Joshua Sobol schrieb ein Stück für die neuebuehnevillach darüber.

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Mutter und Sohn: Tatja Seibt und Mirko Roggenbock in "Hello Mother, Goodbye Son"
Mutter und Sohn: Tatja Seibt und Mirko Roggenbock in "Hello Mother, Goodbye Son" © Patrick Connor Klopf/nbv
 

Sie war selbst ein „Genie der Verdrängung und Verleugnung“, wie es in dem Stück „Hello Mother, Goodbye Son“ des israelischen Bühnenautors Joshua Sobol einmal heißt: Alice Miller, eine der weltweit am meisten verehrten Psychoanalytikerinnen, die mit ihren Büchern „Das Drama des begabten Kindes“, „Du sollst nicht merken“ oder „Am Anfang war Erziehung“ Kultstatus als Kinderversteherin und -anwältin erlangt hat, war selbst keine gute Mutter. Nach ihrem Tod (Suizid mit 87 Jahren) veröffentlichte ihr Sohn Martin Miller mit dem Buch „Das wahre Drama des begabten Kindes“ seine Sicht der Dinge: sein Leben als geschlagenes Kind eines faschistischen Vaters und einer untätigen Mutter, die ihren Kontrollzwang am Sohn auslebte und mit ihren Kriegstraumata aus dem polnischen Ghetto nicht zurechtkam.

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