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Diagonale-VorschauDiagonale eröffnet heuer mit einem politischen Ausrufezeichen

Die Diagonale 2020 eröffnet am 24. März mit der Doku "Der schönste Platz auf Erden", einem Film von Elke Groen, der sich dem burgenländischen Ort Pinkafeld und der Suche nach der politischen Wahrheit widmet.

Diagonale, Festival des österreichischen Films, 24.–29. März.
Diagonale, Festival des österreichischen Films, 24.–29. März. © 
 

Die Diagonale 2020 nimmt Gestalt an und die Programmauswahl ist beinahe abgeschlossen. Das Veranstaltungsteam rund um das Intendantenduo Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber präsentierte daher am Donnerstag eine erste Vorschau auf das von 24. bis 29. März stattfindende Filmfestival. 

Eröffnet wird die diesjährige Ausgabe mit der Uraufführung von Elke Groens außergewöhnlichen Dokumentarfilms "Der schönste Platz auf Erden", der von der Veränderung des europäischen Zeitgeists anhand der Stadtgemeinde Pinkafeld erzählt. Groen ist in der Vergangenheit besonders als Cutterin und Regisseurin experimenteller und dokumentarischer Arbeiten in Erscheinung getreten. 

Die Festival-Intendanten in der Programmpräsentation über den Eröffnungsfilm: „Der schönste Platz auf Erden im größten Kino Österreichs. Das erscheint uns in mehrfacher Hinsicht stimmig: zum einen, weil Dokumentarfilm viel zu selten die ganz große Festivalbühne bekommt. Zum anderen, weil Elke Groen einen Film gestaltet hat, der entgegen weitläufiger populistischer Floskeln tatsächlich ins Land – Österreich – hineinhört und den Dialog sucht, ohne den Leuten nach dem Mund zu reden."

Ticketverkauf startet am 18. März

Mit der Reihe Zur Person richtet die Diagonale’20 ihren Fokus auf die Regisseurin Jessica Hausner und ihr weithin beachtetes Filmschaffen. Ausgehend von ihrem aktuellen Film Little Joe, der 2019 als einziger österreichischer Beitrag im Wettbewerb der Filmfestspiele in Cannes vertreten war, zeigt die Diagonale’20 eine Gesamtretrospektive von Hausners Euvre inklusive der Wiederentdeckung einer frühen studentischen Arbeit.

Vielversprechend ist das 22 Filme umfassende historische Special mit dem Titel "Sehnsucht 2020 – Eine kleine Stadterzählung" - eine Zusammenarbeit von Diagonale, Filmarchiv Austria, Österreichischem Filmmuseum und ORF-Archiv. Das Special bietet die rare Chance, teils eigens digitalisierte und restaurierte Arbeiten aus den heimischen Filmarchiven fernab der Hauptstadt zu sehen.

Klammern und Verweise zwischen den Programmschienen setzt die Reihe "In Referenz". Jessica Hausner trifft über Maya Deren, Alexander Hammid und Teiji Ito auf Martina Kudláček, Marie Menken auf Deborah Stratman. Österreich trifft USA, Historisches verschränkt sich mit Aktuellem. So wird das Festival zum Knotenpunkt einer Vielzahl roter Fäden, die mal deutlicher sichtbar, mal versteckter sind.

Fruchtbarer Boden fürs Filmemachen

Der Grazer Kulturstadtrat Günter Riegler (ÖVP) sagte beim Preview, dass die Früchte der Diagonale ja immer zu großen Ehren kämen, wie etwa bei "Der Boden unter den Füßen". Graz selbst sei ein fruchtbarer Boden fürs Filmemachen. "Der Filmfrühling in Graz geht bald los", kündigte Intendant Schernhuber an. Der österreichische Film schöpfe sein Potenzial aus einem "wahnsinnig großen Facettenreichtum". Höglinger sagte, "der schönste Platz auf Erden "kann vieles sein. Ein kleines Häuschen am Meer, eine mittlerweile tschik-freie Bar, das Schubert-Kino oder auch die List-Halle, das größte Kino Österreichs", spielte der Intendant auf den Eröffnungsfilm an.

Das Programm der Diagonale’20 wird am 13. März online veröffentlicht. Der Ticketverkauf startet am 18. März.

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