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Premierenkritik"Pünktchen und Anton": Famoses Kindermusical an der Grazer Oper

Mit Erich Kästners „Pünktchen und Anton“ ist ein hinreißendes Musical für besinnliche Familienerlebnisse geglückt: tolles Ensemble, exquisite Ausstattung, vorbildliche Helden.

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Szene aus "Pünktchen und Anton" an der Oper Graz © LUPI SPUMA/NL
 

So famos der Berlin-Auftakt bei "Pünktchen und Anton", dem Familienmusical von Marc Schubring (Musik) und Wolfgang Adenberg nach Erich Kästners Roman ist, so fantastisch passen sich die schwarz-weißen Straßenbilder der pulsierenden deutschen Metropole am Vorabend der Nazi-Ära ins Grazer Opernambiente ein. Zeitgemäß hat Bühnenbildnerin Mignon Ritter auf Neue Sachlichkeit geachtet, frachtet ins fluchtperspektivische Esszimmereck der reichen Pogges einen überdimensionalen King Kong mit Spielzeugfliegern in den Händen und rot glühenden Augen. Während der armen Gasts Stube ein Wandklappbett ziert und eine Zeitungsmeldung „Kindermädchen als Bettlerin entlarvt“ die Quelle der Geschichte andeutet. Beeindruckend sind die atmosphärischen Bilder, die mit durchlässig dunklem Stoff auch Zurückblenden vom goldenen Sehnsuchtskreis ins Stadtgeschehen ermöglichen, wo sich das Bühnenvolk in von Alexia Redl stilvoll entworfener Mode der Zeit tummelt. Musikalisch schwungvoll untermalt von der Live-Band unter Sasa Mutić.

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