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Das SonntagsinterviewEva Illouz: Wie das Glück zur Ware wurde

Die israelische Soziologin Eva Illouz rechnet in ihrem neuen Buch "Das Glücksdiktat" mit dem neuen Zwang zur Positivität und staatlichen Glücksindexen ab.

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"Solche Glücksindexe lenken von anderen Problemen ab": Eva Illouz © Wikipedia
 

Frau Professor Illouz, in Ihrer Trilogie der Liebe skizzierten Sie die Auswirkungen des Neoliberalismus auf unser Liebesleben. Für Ihr neues Buch „Das Glücksdiktat und wie es unser Leben beherrscht“ haben Sie sich mit Edgar Cabanas das billionenschwere Glücksbusiness vorgeknöpft. Warum?
EVA ILLOUZ: Das ist eine natürliche Fortsetzung der Themen, mit denen ich mich befasst habe: die Soziologie der Liebe, die Soziologie der Emotionen, Emotionen als Ware. Alle diese Themen konvergieren mit der Soziologie des Glücks, denn romantische Liebe wird als wesentlicher Bestandteil dieses Glücks angesehen. Das Glück ist nicht nur auf dem Verbrauchermarkt außerordentlich beliebt geworden, sondern die Wissenschaft hat dem Thema Aura und Legitimität verliehen. Neu ist, dass das Thema Glück zunehmend von politischen Entscheidungsträgern verwendet wird.

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