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Festival Österreich liestDie Bibliothek wird zunehmend zum Ort der Kommunikation

Das Festival „Österreich liest“ will mit zahlreichen Angeboten die Menschen in die Büchereien bringen. Überhaupt werden sich Bibliotheken zunehmend zu generationenübergreifenden sozialen Zentren entwickeln.

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Roman Huditsch, Leiter der AK-Bibliotheken Kärnten
Roman Huditsch, Leiter der AK-Bibliotheken Kärnten © Helge Bauer
 

Bibliotheken müssen sich neu erfinden. Davon ist Roman Huditsch überzeugt. Vor allem aber ist er überzeugt davon, dass sie mehr denn je gebraucht werden: „In Ländern wie Norwegen oder Finnland gelten Büchereien längst als ,dritter Ort‘, eine Art Bindeglied zwischen Wohnung und Arbeit, wo man sich ohne Konsumzwang aufhalten kann“, erzählt Huditsch, Leiter der Kärntner Arbeiterkammer-Bibliotheken: „Zum Beispiel treffen sich dort Strickgruppen, die Musterbücher gibt es dann auch gleich vor Ort.“ Überhaupt sollen Bibliotheken immer mehr zum Ort der Kommunikation werden. Dafür wirbt auch das große Festival „Österreich liest“, das heuer zum 14. Mal stattfindet und noch bis 20. Oktober mit zahlreichen Angeboten die Menschen in die Büchereien bringen will.

Kommentare (3)

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Bond
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1
Lesenswert?

Weniger Bücher?

Es soll also ein Erfolg sein, wenn eine Bibliothek weniger Bücher anbietet? Dafür aktuellere? Was soll das denn heißen? Bitte was redet dieser Herr?

Antworten
RomanHuditsch
1
3
Lesenswert?

Eine kurze Erklärung

Lieber Bond,

Sehr gerne kann ich das ein wenig näher ausführen und ja, es ist in diesem Fall tastäschlich ein Erfolg. Im deutschsprachigen Raum - im Vergleich zum anglo-amerikanischen - gibt es eine strenge Teilung zwischen Wissenschaftlichen und Öffentlichen Bibliotheken. Während die Wissenschaftlichen (Nationalbibliothek, Landesbibliotheken, FH- und Unibibliotheken etc) einen (meist) gesetzlich verankerten Sammelschwerpunkt haben und somit Medien in großer Anzahl sammeln und das Kulturgut bewahren, liegt bei Öffentlichen Bibliotheken der Schwerpunkt unter vielen anderem (Leseförderung, Veranstaltungsmanagement etc.) in der Vermittlung aktueller Literatur und Medien. Hier ist vor allem ein guter Medienmix aus Bücher, Zeitschriften, AV-Medien, Spielen und vielem mehr, aber auch die Aktualität des Angebots ein wesentlicher Faktor! Natürlich müssen die Medien auch in ausreichender Zahl vorhanden sein und das Angebot ständig ausgebaut werden (was unsere Bibliotheken auch eifrig tun), aber eben unter Berücksichtigung der Aktualität und natürlich der Anforderungen unserer LeserInnen. Es steht also wie so oft die Qualität hier vor der Quantität. Aber keine Sorge. Durch die ausgezeichnete Vernetzung sowohl innerhalb der Öffentlichen als auch mit Wissenschaftlichen Bibliotheken können wir in kürzester Zeit gewünschte Medien gerne zu uns bestellen. Wir würden uns sehr freuen, wenn sie uns besuchen kommen und sich selbst ein Bild von unserem Angebot machen würden :-)

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Emma25
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Lesenswert?

Ja, so ist es aber

Als Bibliothekarin stimme ich Roman Huditsch voll zu! Es kommt auf die Qualität an und nicht auf die Quantität! Öffentliche Bibliotheken haben keinen Sammelauftrag, sondern den Auftrag aktuell und zielgruppenorientiert zu sein! Wissenschaftliche Bibs sammeln...

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