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Nach Kritik von KusejTheaterintendant Lilienthal findet Dilettantismus super

Der scheidende Chef der Münchener Kammerspiele reagiert auf Vorwürfe von Matin Kusej: "Das fasse ich als Kompliment auf."

ERNENNUNG VON KARIN BERGMANN ZUM EHRENMITGLIED DES BURGTHEATERS: KUSEJ
Kusej hatte Münchener Ex-Kollegen kritisiert. © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Theaterintendant Matthias Lilienthal findet Dilettantismus super. "Mich interessieren unfertige Formen", sagte der 59-jährige Chef der Münchner Kammerspiele in einem Interview am Samstag. Martin Kusej, Ex-Intendant des benachbarten Residenztheaters und mittlerweile Direktor des Wiener Burgtheaters, hatte Lilienthal Dilettantismus bei der Führung der Kammerspiele vorgeworfen.

"Das fasse ich als Kompliment auf", betonte Lilienthal angesichts des Vorwurfs von Kusej. "Mit routiniertem Professionalismus kann man mich jagen." Lilienthal wird seinen seit 2015 laufenden Vertrag an den Kammerspielen 2020 nicht verlängern. Während seiner Intendanz hatte er unter anderem zur Teilnahme an der "Ausgehetzt"- Demonstration gegen die Flüchtlingspolitik der CSU aufgerufen. Die Stadtratsfraktion der Partei wollte dieses Engagement verhindern. Träger der Kammerspiele ist die Landeshauptstadt München. "Dass wir das Intendanzbüro zu einem Organisationsbüro für politischen Protest umfunktioniert haben, war für München neu", sagte der Theatermacher

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