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Spielplan 2019/20Das Theater im Bahnhof ruft auf den Bauernmarkt

Arbeiten, Wohnen, Tibor Foco. Die Pläne des Theaters im Bahnhof für die neue Saison. Den Anfang macht mit "Menschenmarkt" eine Produktion für den steirischen herbst.

Theater im Bahnhof
Die neue Saison steht unter dem Motto "Nie wieder Arbeit". Nächste Premiere: "Menschenmarkt" am 21.9.. © TiB
 

Es ist die Exklusivität des Außergewöhnlichen. Ende August eignete sich das Theater im Bahnhof mit „Nordwestpassage“ den Wiener Nordwestbahnhof als Rangierfläche für Geschichten an. Das Projekt abenteuerlich, die Warteliste lang. Wer diesmal keine Karten erhaschen konnte, darf hoffen: Eventuell gibt es im Frühjahr weitere Vorstellungen.

Für die neue Saison ruft das Grazer Theater das Motto „Nie wieder Arbeit“ aus. Inklusive „Nordwestpassage“ stehen sechs Produktionen auf dem Programm. Die nächste Premiere wartet am 21. September mit „Menschenmarkt“, einer Auftragsarbeit für den steirischen herbst. Im Trubel des Eggenberger Bauernmarkts steht ein „Spiel mit dem Teufelskreis Armut“ an, wie Ed. Hauswirth erläutert. Ereigniskarten, echte Experten und ein Glücksrad sind Eckpunkte der Produktion, die Zuschauer während der Geschäftszeiten des Marktes zu einer Art „Reality Check“ zum Thema Bedürftigkeit schickt.

Für die zweite Produktion „Staub“ liefert die frühere Grazer Stadtschreiberin Barbi Markovic die Vorlage. Monika Klengel inszeniert mit Virtual- Reality-Brillen die Gleichzeitigkeit des zutiefst privaten Wohnens und der Immobilienwirtschaft. Dazu wird ein Hauch von Science Fiction durch das TiB wehen.

Keine Wiederkehr, aber eine Art Wiedersehen gibt es mit dem 1995 spurlos verschwunden Tibor Foco. Der wegen eines Prostituierten-Mordes Verurteilte steht im Mittelpunkt einer Versuchsanordnung von Regisseur Helmut Köpping. Unterstützung erhält er in „1989 - Casting Tibor Foco“ von Gregor Stadlober und Marco Antoniazzi. Premiere ist im April. Ebenfalls im April kommt „Oktoberfest“ auf die Bühne (Regie Ed. Hauswirth) - gedreht wurde dafür schon am Sonntag beim Getümmel des „Aufsteirerns“.

Beschlossen wird das TiB-Jahr von der „Einsamkeit dieser Stadt“, eine La-Strada-Kooperation als Variante von „Kasimir und Karoline“, aufgeführt an der Endhaltestelle Andritz. Text und Konzept liefert Johannes Schrettle.

Nicht fehlen dürfen freilich die Impro-Klassiker „Game of Death“, „Serienjunkies“ und „Montag“ - Letzteres bereits in seiner 23. Saison.

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