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Badora-NachfolgeKaup-Hasler verrät, wer künftig das Volkstheater leitet

Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler hat ihre Entscheidung getroffen, wer künftig das Wiener Volkstheater leiten soll und will den Namen am Freitag nennen. Es soll sich um Kay Voges handeln.

Volkstheater Wien
Wer führt künftig das Volkstheater Wien? © (c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
 

Wer das Volkstheater ab 2020/21 leiten soll, wird Veronica Kaup-Hasler am Freitag um 9 Uhr auf einer Pressekonferenz im Rathaus (Roter Salon) offiziell bekannt geben. Inoffiziell ist der Name schon durchgesickert:

Kay Voges, seit 2010 Intendant des Schauspiel Dortmund, wird neuer Direktor des Wiener Volkstheaters. Das meldet die Zeitschrift "News" in ihrer Online-Ausgabe. Dies deckt sich mit Informationen der APA. Eine offizielle Bestätigung dafür war jedoch nicht zu erhalten. Die neue Leitung wird morgen, Freitag, um 9 Uhr von Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) präsentiert.

Der 47-jährige Theatermann gilt als Innovator und Experimentator, der nach einer Neupositionierung des Theaters im digitalen Zeitalter strebt. 2017 war er mit "Die Borderline Prozession - Ein Loop um das, was uns trennt" zum Berliner Theatertreffen eingeladen, 2018 realisierte er eine "Parallelwelt", eine mit Glasfaserkabel ermöglichte simultane Inszenierung am Schauspiel Dortmund und am Berliner Ensemble. In Wien wird er sich bereits vorher als Regisseur vorstellen: Am Burgtheater soll er in der ersten Saison von Martin Kusej eine "Endzeit-Oper" unter dem Titel "Dies irae - Tag des Zorns" realisieren.

Verspätete Entscheidung, verspäteter Start

Der Findungsprozess für die Nachfolge der derzeitigen Direktorin Anna Badora verlief turbulent. Die Jury, in der u.a. auch die scheidende Burgtheater-Direktorin Karin Bergmann vertreten war, legte nach Sichtung von 72 eingelangten Bewerbungen und Gesprächen mit neun Kandidaten den Auftrag vorübergehend zurück, da die gewünschte Neuausrichtung des Theaters nur mit einer "substanziellen Anhebung der finanziellen Ausstattung möglich" sei. Erst nachdem die Stadt Wien eine substanzielle Anhebung der derzeitigen jährlichen Gesamtförderung von rund 12,4 Mio. Euro in Aussicht stellte, wurde die Suche nach der künftigen Volkstheater-Leitung wieder aufgenommen.

Die neue Direktion wird in jedem Fall einen verspäteten Start haben: Durch die ab Jänner geplante Generalsanierung des Hauses wird die Wiederaufnahme des Spielbetriebs nicht vor Anfang Oktober 2020 möglich sein.

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