AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Buch der WocheIan McEwan über die Moral von Maschinen

Raffiniert und visionär dreht Ian McEwan in „Maschinen wie ich“ am Rad der Zeit und erweckt verblüffend menschenähnliche Androiden zum realen Leben.

Weiterlesen mit unserem Digitalabo

Gratis testen

    Sie erhalten Zugriff auf:

  • Alle Kleine Zeitung Plus Artikel
  • Tägliches E-Paper
  • Smartphone App
In der Welt der Mensch-Maschinen: Ian McEwan © AP
 

Zugegeben, ein wenig sonderbar ist der Typ schon, noch dazu hört er auf den Namen Adam. Aber er verfügt über etliche hochsympathische, sogar liebenswerte Wesenszüge. Und die Tauglichkeitsprüfung für einen Mann mit vielen emotionalen Eigen- und Leidenschaften würde er garantiert mit einem „Ausgezeichnet“ bestehen. Ein wenig beklemmend ist lediglich sein gigantischer, schier unerschöpflicher Wissensfundus. Das hat seinen Grund: Adam ist der erste, täuschend menschenähnliche Roboter.

In die Welt gesetzt hat den Androiden, im Verlauf der Geschichte eher geringschätzig als „Laptop auf zwei Beinen“ bezeichnet, Ian McEwan. Es ist eine weitere, geniale Kreation aus der ohnehin großmeisterlichen Figurenwerkstatt des in vielerlei Hinsicht fantastischen britischen Erzählers und Visionärs. Wie immer jongliert McEwan virtuos mit Fakten und Fiktionen. Denn seine Story, die derzeit noch ins Science-Fiction-Genre gehört, ist nicht in der Zukunft, sondern in der Vergangenheit angesiedelt. Exakt im Jahr 1982, mit London als Schauplatz.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren