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TV-TagebuchDoku-Serie feiert die Kreativität von der Straße, nicht die Schnörkel vom Sternekoch

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Jay Fai steht auch noch 73 täglich in der Küche. © Netflix
 

Jay Fai ist in einem Slum in Bangkok aufgewachsen. Ihr Vater war alkoholkrank, schon jung sorgte sie für ihre Familie. Sie brachte sich das Kochen bei, betrieb einen Straßenstand, wo sie bis 4 Uhr früh Essen verkaufte.

Herr Toyo kommt aus der japanischen Provinz. Die Mutter starb, als er sechs Jahre war, sein Vater prügelte ihn jeden Tag, er schlief unter freiem Himmel. Er zog nach Osaka und wurde Tellerwäscher, lernte kochen und sparte eisern auf einen eigenen, mickrigen Stand auf einem Parkplatz.

Jay Fai ist heute 73 und steht immer noch täglich in der Küche. Für ihre Weiterentwicklungen traditioneller Thai-Gerichte hat sie einen Michelin-Stern erhalten, ihr kleines, schäbig wirkendes Lokal ist eine Pilgerstätte für Gastro-Touristen. Herr Toyo verkauft in seinem Stand geflämmten Tunfisch und Sashimi. Die Leute stehen Schlange, sein Laden ist Kult.

Die neue Neflix-Doku-Serie „Streetfood“ porträtiert keine Gourmet-Stars und ihre schnörkeligen Kreationen, sondern das kreative Proletariat: Straßenköche, die mit Hingabe und Können brillieren. Es sind Geschichten vom Lebensmut, die „Streetfood“ in neun Folgen (alle aus Asien) erzählt. Herr Toyo ist ein Scherzbold, der Fröhlichkeit verbreitet. Die Kunden seien schließlich seine Familie: „Ihr Lächeln rettet mich vor der Hölle.“

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