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Aktion

Ode an Österreich: Kunstinitiative startet Wettbewerb für Flüchtlinge

Flüchtlinge können sich bei "Enjoy Austria" mit einer selbst verfassten Ode um eine Rundreise durch Österreich bewerben. Die Aktion ist ein ironischer Kommentar auf die Flüchtlingspolitik.

Oden an Österreich sind gefragt © APA/GINDL
 

"Enjoy Austria" lautet die ironische Empfehlung einer neuen Kunstinitiative, die sich an Flüchtlinge und Migranten richtet: Im Rahmen des Wettbewerbs "Österreich genießen" wird dazu aufgerufen, eine "Ode an Österreich" zu verfassen.

Als Preis winke, so eine Aussendung am Mittwoch, eine Rundreise durch Österreich. Die Entscheidung über den Gewinner soll eine vierköpfige Jury treffen. Mit dem erstmals abgehaltenen, bundesweiten Wettbewerb wolle man der Frage nachgehen, "wer Österreich genießen darf und wer überhaupt das Recht auf Genuss hat", so die Kunstinitiative, hinter der Nuria Güell und Katalin Erdödi stehen.

Werte und Orientierung

Anlass für das Vorhaben sei die aktuelle Integrationspolitik in Österreich, die "Integration durch Leistung" fordere. Vor diesem Hintergrund wolle man sich somit kritisch mit Werte- und Orientierungskursen auseinandersetzen. Die katalanische Künstlerin Güell und die in Wien lebende Kuratorin Erdödi haben sich bereits im Vorjahr im Rahmen des Imagetanz-Festivals im Wiener brut anlässlich ihres Projekts "Organized Disintegration" dem Arbeitsmarktzugang von Asylwerbern gewidmet. Nun wollen sie hinterfragen, "wer ein Grundrecht auf Genuss" habe.

"Wir möchten unsere Privilegien thematisieren und die Frage aufwerfen, wie wir in Zeiten von wachsender wirtschaftlicher und sozialer Disparität, sowie zunehmenden nationalistischen und xenophobischen Rechtspopulismus, dieses Recht neu verteilen können," wird Erdödi zitiert.

Die Beiträge können - entweder als Text, aber auch als Audio- oder Videobeiträge - bis 21. August eingereicht werden. Der Gewinner soll am 2. September bekanntgegeben werden.
www.enjoyaustria.org

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susl1
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Lesenswert?

Wer ermöglicht so einen Schwachsinn

Provokanter geht es fast nicht mehr. Am besten keine Rund- sondern gleich eine Ausreise aus Österreich! Es gibt kein Grundrecht auf Genuss ohne eine Leistung, und ja, zu einer erfolgreichen Integration gehört auch entsprechende Arbeitsleistung. Gerade in Zeiten, wo die Stimmung durch illegale Migration ohnehin aufgeheizt ist, wie kommt man auf die vermeintlich lustige Idee eines solchen "Kunstprojektes"!? Und womöglich noch vom dummen österreichischen Steuerzahler subventioniert.

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