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Der ORF-Frühstücker

Lukas Schweighofer: ORF-Karriere dank Hansi-Hinterseer-Parodie

Lukas Schweighofer und Eva Pölzl moderieren ab Ende März das neue Frühstücksfernsehen des ORF. Der gebürtige Steirer Schweighofer über Wecker und was "der Hansi" mit seiner Karriere zu tun hat. Interview von Julia Schafferhofer

Lukas Schweighofer und Eva Pölzl starten ab 29. März im ORF-Frühstücksfernsehen durch © [M] ORF
 

Ab 29. März startet das ORF-Prestigeprojekt für das Jahr 2016: "Guten Morgen Österreich". Es moderieren Lukas Schweighofer (29) und Eva Pölzl (40). Ein Interview mit dem gebürtigen Steirer Schweighofer, der beim ORF Salzburg Karriere machte.

Wann wird Ihr Wecker ab Ende März läuten?
LUKAS SCHWEIGHOFER: Ich habe mir vorgenommen, mir den Wecker auf vier Uhr zu stellen. Ich denke, das ist eine gute Richtzeit. Um sechs Uhr beginnt die Sendung.


Sind Sie ein Morgenmensch?
SCHWEIGHOFER: Ja, schon. Es gibt bei mir den einen Moment, wenn der Wecker läutet und ich mir denke: Oh nein! Aber sobald ich aufgestanden bin, ist der Ärger verflogen und die Freude auf den Tag dominiert. Es gibt ganz wenige Tage, an denen ich grantig aufstehe.


Die Kleine Zeitung hat früh mit Ihnen als Moderator des Frühstücks-TV spekuliert. Wann haben Sie von Ihrem neuen Job erfahren?
SCHWEIGHOFER: Das war vor einer Woche am Donnerstag. Roland Brunnhofer, der Landesdirektor des ORF Salzburg, hat mir in einem kurzen Anruf mitgeteilt: „Lukas, du bist der neue Frühmoderator. Gratuliere!“


Böse Zungen behaupten, Sie hätten den Job Ihrem Chef zu verdanken, der ja lange Zeit als Projektleiter fungierte. Wie kontern Sie?
SCHWEIGHOFER: Dazu kann ich gar nichts sagen. Aber jeder hat seine Fürsprecher. Wenn es in meinem Fall so gewesen wäre, dann bin ich froh, dass es Chefs gibt, die sich für ihre Mitarbeiter einsetzen und die sie auch, wissend, dass sie gut sind, ziehen lassen.


Wie lange läuft Ihr Vertrag?
SCHWEIGHOFER: Mein Vertrag ist nicht an die Sendung gebunden, ich war schon vorher beim ORF angestellt und bleibe es. An meinem Vertrag ändert sich nichts.


Für wie lange ist das Projekt Frühstücksfernsehen angelegt?
SCHWEIGHOFER: Das weiß ich nicht. Was ich sagen kann: Der Tourplan ist bis Jahresende fixiert.
Sie teilen sich den Moderatorenjob mit Eva Pölzl und werden in Tirol, Salzburg, Oberösterreich und Niederösterreich auf Tour gehen.

Schmerzt es Sie, dass Sie ausgerechnet nicht in Ihrem Heimatland Steiermark drankommen?
SCHWEIGHOFER: Ja, ein bisserl. Ich finde es schade, weil ich gerne einmal beruflich zu Hause unterwegs gewesen wäre. Aber: Die Steirer sehen mich trotzdem, die Sendung läuft ja österreichweit.


Welche Aufgaben haben Sie denn genau?
SCHWEIGHOFER: Das kann ich noch nicht sagen, wir kennen das genaue Konzept nicht. Ich hoffe, dass ich auch rauskomme und mit vielen Menschen in Kontakt bin. Ich finde, das ist das Kernelement der Sendung. Und ich glaube, das ist auch ein Grund, warum ich ausgewählt worden bin: Ich kann sehr gut mit Menschen.


In Ihrer Biografie ist eine Hansi-Hinterseer-Parodie erwähnt. Verraten Sie uns die Story dazu?
SCHWEIGHOFER: Ich habe 2007 ein Assessment-Center beim ORF Salzburg absolviert – für ein Praktikum. Das dauerte einen Tag, zu bewältigen waren auch Kreativaufgaben. Eine lautete, dass man eine Mobilboxansage für eine Person entwirft. Ich habe alle Klischees über Hansi wie das tirolerische K bemüht (lacht). Am Beginn der Ansage war das Lied „In den schönen Tiroler Bergen, da bin ich daheim“ zu hören, dann redete ich, dass ich in weißen Boots mit Urlaubern auf dem Weg zum Skilift bin.


Wen möchten Sie gerne zu Ihrer Frühstückssendung einladen?
SCHWEIGHOFER: Nicht nur Stargäste. Ich denke, dass es interessant wäre, Leute einzuladen, die nicht schon jeder kennt. Menschen, die viel über den Ort, wo wir unser Studio aufschlagen, wissen.


Österreich ist traditionell ein Radioland. Warum soll Frühstücks-TV bestehen können?
SCHWEIGHOFER: Ich sehe die Chance in der Regionalität. Wir beginnen nicht dort, wo andere vor zehn Jahren angefangen haben, sondern machen eine Tour, berichten etwa vom Marktplatz. Regionalität ist für viele Leute in vielen Lebensbereichen wichtig. Ich hoffe, das gilt für unsere Sendung auch.

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