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Wiener Staatsoper

Mann setzte sich bei Premiere ohne Karte in die Mittelloge

Die Wiener Staatsoper hat Schwierigekeiten mit einem Wiederholungstäter. Schon zum zweiten Mal setzte sich ein 63-Jähriger ohne Karte in die prestigeträchtige Mittelloge.

Davide Dato und Liudmila Konovalova in "Verklungene Feste" © APA/Pöhn
 

Ein 63-Jähriger hat am Mittwochabend bei der Premiere des Richard Strauss' Balletts "Verklungene Feste/Josephs Legende" von John Neumeier an der Staatsoper in Wien ohne gültige Karte in der Mittelloge Platz genommen. Der Besucher durfte die Vorstellung zu Ende sehen, ehe Mitarbeiter die Polizei verständigten. Die Beamten wurden von ihm beschimpft, attackiert und verletzt, der Gast festgenommen.

Der Mann hatte eine Karte für den ersten Rang, sagte Polizeisprecher Roman Hahslinger der Austria Presseagentur. Dennoch setzte sich der Kulturfreund einen Rang tiefer in die prestigeträchtige Mittelloge, die direkt gegenüber der Bühne liegt. Von dort verfolgte er aufmerksam die Ballett-Premiere, informierte die Polizei. Einem Angestellten war der Mann sofort aufgefallen, denn es war nicht das erste Mal, dass dieser ohne gültiges Ticket in der Mittelloge Platz nahm.

Fluchtabsichten

Beim ersten Mal wurde der Mann von Mitarbeitern zur Rede gestellt, woraufhin er erst schimpfte und schließlich unerkannt flüchtete. Am Mittwoch warteten die Angestellten daher erst das Ende der Vorstellung ab, ehe sie die Polizei informierten. Beamte forderten den Gast nach der Premiere dann auf, sich auszuweisen. Dieser ignorierte die Anweisung mit der Begründung, er müsse erst seinen Mantel holen, schilderte Hahslinger. Schnellen Schrittes eilte er davon.

Im Gustav Mahler-Saal trafen die Polizisten wieder auf den bis dahin Unbekannten. "Er beschimpfte die Beamten auf das Gröbste", sagte der Polizeisprecher. Plötzlich ballte der Mann auch die Hand zur Faust und schlug auf sein Gegenüber ein. "Dann wurde auch diese Vorstellung beendet und der 63-Jährige festgenommen", so die Polizei in ihrer Aussendung. Die beiden Beamten wurden leicht verletzt.

Kommentare (6)

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mze9p83d7139rfowcwek5ou185zfqdgj
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Nur eine Frage

Ist die Staatsoper nicht Staatseigentum? Wenn ja, dann gehört sie doch allen Bürger n! Der Mann ist also völlig zu Recht dort gesessen (Ironie)!

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etaclvyk6onyzkzkvhfic3sybg8v8uai
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Geschmack hat

er bewiesen denn das Ballett in der Staatsoper ist Weltklasse.

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fob7
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knallharter Kulturjournalismus.

Chapeau!

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hotchef
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und bei uns in Moskau

wurde eine Flasche Vodka weniger gesoffen....

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schiffmann
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Traurig,

dass der Kleinen zum Thema Kultur nicht mehr einfällt!

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doschausther
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und in China

ist ein Fahrrad umgefallen...

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