Fotografie-Werkschau photo::vienna im MAK

Im Museum für angewandte Kunst (MAK) in Wien ist die Werkschau photo::vienna zu sehen, bei der drei Tage lang 80 ausgewählte Werke aus sämtlichen Schaffensbereichen der Fotografie ausgestellt sind.

© APA (OTS/Gerald Zugmann/MAK)
 

"Wir sind erfreut, eine solche Veranstaltung erstmals in Österreich abzuhalten und auch Fotografen, die noch nie in einer Galerie waren, ausstellen zu können", meinte Veranstalterin Mirjam Angerer-Geier gestern vor dem Ausstellungs-Preview zu der unkonventionellen Werkschau, bei der Fotos aus allen Bereichen (Porträt, Werbung, Kunst, Presse) zu sehen sind. Die ausgestellten Bilder wurden von einer internationalen Jury ausgewählt, die Veranstaltung ist die letzte aus einer Reihe von Fotografie-bezogenen Ausstellungen, die im Rahmen von "Eyes On - Monat der Fotografie" im November abgehalten wird.

"Es gilt, eine Plattform für angewandte Fotografie, die auch den Austausch fördert, zu bieten", so Mitveranstalter Felix Leutner, der mit Angerer-Geier zusammen 2012 in Washington die Plattform "young austrian photography" gründete. Bei photo::vienna soll nicht nur jungen Nachwuchskünstlern, sondern einer Vielzahl von zeitgenössischen Fotografen eine Bühne geboten werden und auch die eine oder andere Tür geöffnet werden. "Die Werkschau ist zwar nicht als Messe gedacht, doch hoffen wir natürlich, dass so indirekt auf die Künstler aufmerksam gemacht wird", sagte Leutner zur APA.

ZUR AUSSTELLUNG

"photo::vienna" im MAK, Stubenring 5, 1010 Wien; Bis Sonntag, 30. November, 10-18 Uhr;

Begleitende Veranstaltungen: Buchsignierung mit Fotografin Mona Kuhn, 27. November um 17 Uhr; Podiumsdiskussion - Fotografie zwischen Kunst & Kommerz am 28. November, 19 Uhr; "departure Talk - lecture" am 29. November um 14 Uhr; "Hasselblad Talk und live photo shooting" am 30. November um 15 Uhr

Unter den ausgestellten Bildern finden sich solche wie die von Peer Sievers, bei denen Spiegelungen bekannten Sujets neue Perspektiven entlocken oder die Arbeit der Modefotografin Esther Vörösmarty, bei der kontrastierende Farben und Kleidung eine zentrale Rolle spielt - verhüllend, verschleiernd und verwandelnd. Dem Fotografen Zoltan Adorjani hingegen dienen Häuserruinen und an Einöden erinnernde urbane Landschaften als Kulisse.

Die programmatische Vielfalt fand auch bei dem italienischen Fotografen Massimo Vitali Anklang: "Wir reiten auf der Welle der Ambiguität - es ist nett, gleichzeitig kommerziell und nicht-kommerziell zu sein." Vitali lobte auch, dass die Werkschau zwar ausgewählte Werke und Künstler zeige, aber nicht strikt kuratiert sei. Dies stärke den Austausch zwischen den Künstlern. Im Rahmen der Veranstaltung finden auch mehrere Gesprächsrunden statt.

 

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