Der preisgekrönte amerikanische Schriftsteller und Radiomoderator Studs Terkel ist im Alter von 96 Jahren gestorben. Der gebürtige New Yorker galt als Vertreter des Alltagsjournalismus, der das Leben der "einfachen Leute" im Amerika des 20. Jahrhunderts schilderte. Sein wohl bekanntestes Buch, "Der gute Krieg", wurde 1985 mit einem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Zeitzeugen beschreiben darin ihre Erfahrungen während des Zweiten Weltkriegs in den USA.

Autor und Radiomoderator. Auf Deutsch erschienen unter anderem auch die Titel "Der amerikanische Traum" (1981), "Der große Krach - Geschichte der amerikanischen Depression" (1972) und "Die Hoffnung stirbt zuletzt" (2004). Mehr als vier Jahrzehnte lang moderierte Louis "Studs" Terkel bei einem Radiosender in Chicago auch eine nach ihm benannte Interviewreihe. Er starb nach Angaben seines Sohnes Dan Terkel am Freitag in seinem Haus in Chicago, nachdem er vor einigen Wochen gestürzt war.