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"Teatro Barocco" im Stift Altenburg

 

Zum zweiten Mal wird auf Stift Altenburg bei Horn das von Bernd Roger Bienert gegründete und geleitete Musiktheaterfestival "Teatro Barocco" im Rahmen des Theaterfests NÖ veranstaltet. Auch diesmal stehen ein Melodram ("Pygmalion" von Georg Anton Benda) und eine Oper ("Die Hochzeit auf der Alm", Johann Michael Haydn) auf dem Programm.

Zwei Galateen verkörpern weibliche Idealbilder des 18. Jahrhunderts. Ist es bei Benda - das Libretto geht immerhin auf Jean-Jacques Rousseau zurück - das Ideal künstlerischer Vollendung, geht es bei Haydns Schäferspiel, 1768 uraufgeführt in der Benediktineruniversität zu Salzburg, um versöhnende Gerechtigkeit. Stilistisch zwischen Spätbarock und Rokoko anzusiedeln, sind beide Werke unter Verwendung von historischen Ausstattungs- und Kostümteilen und unter Mitarbeit von Gexi Tostmann und Lieselotte Hanzl-Wachter originalgetreu rekonstruiert worden.

Ulrich Reinthaller spielt Pygmalion, der sich verzehrt nach der von ihm geschaffenen Marmorfigur, die schließlich zum Leben erwacht. Warum Bienert die Regieanweisungen außer Acht lässt und Reinthaller den Text vom Pult aus ablesen lässt, was einen sehr statischen Eindruck bewirkt, ist nicht nachvollziehbar. Auf der Alm hingegen kommt jede Menge Ironie ins Spiel, was die Sache nicht nur erträglich, sondern sogar liebenswürdig erscheinen lässt. Vor allem Anne Wieben als Dorinda erfreut mit schön geführtem Alt, Arno Raunig als Polidor, Peter Widholz als Landgraf und Günther Strahlegger als Menalkas überzeugen ebenfalls stimmlich, die erst 15-jährige Marie-Sophie Janke stellt ein Versprechen für die Zukunft dar. Viel Applaus erhielt das Ensemble Teatro Barocco unter der Leitung von Aries Caces.

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