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Familienzuschlag

Neuberechnung: Mehr Geld für Arbeitslose

Eine Neuberechnung der Sozialleistungen bringt Arbeitslosen mehr Geld, berichtet der "Kurier": Laut Verwaltungsgerichtshof wird der Familienzuschlag bei einer Aufstockung des Arbeitslosengelds durch die Mindestsicherung nicht mehr aufgesaugt, sondern zusätzlich ausbezahlt.

© APA/HERBERT NEUBAUER
 

Wegen der Rückwirkung bis 2010 können Arbeitslose bis zu insgesamt 112 Millionen Euro beim AMS "abholen". Es geht laut AMS-Berechnungen um 254.000 Personen, denen mehr Geld zusteht als sie erhalten haben. Sie müssen dafür aber selber aktiv werden und einen eigenen Antrag stellen. Genaue Information und den Antrag zur Neuberechnung gibt es im Internet unter www.ams.at/nachberechnung

Die Neuberechnung nutzt nur jenen Personen, deren Anspruch auf Basis eines durchschnittlichen Monatseinkommens (inkusive anteilsmäßiger Sonderzahlungen) zwischen 1210 und 2130 Euro bemessen wurde.

Automatische Nachzahlung

Der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) hatte am 24. Februar 2016 entschieden, dass bei Aufstockung einer Leistung des AMS (Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Weiterbildungsgeld oder Umschulungsgeld) auf den Ausgleichszulagenrichtsatz der Familienzuschlag nicht einberechnet und damit aufgesaugt wird, sondern die Leistung über den Ausgleichszulagenrichtsatz noch erhöht. Der Familienzuschlag macht 97 Cent pro Kopf und Tag aus, für zwei Kinder wären dies also in einem Monat rund 58 Euro.

Ab dem Urteilszeitpunkt 24. Februar 2016 werden alle Leistungen entsprechend neu berechnet und eventuelle Nachzahlungen automatisch geleistet, betont das AMS. Für den Zeitraum der Rückwirkung, also vom 1. September 2010 bis 23. Februar 2016, müssen die Betroffenen selbst einen Antrag stellen, um das ihnen zustehende Geld zu bekommen.

Die ersten zehn Millionen Euro wurden inzwischen ausbezahlt. "Wir gehen in Anträgen unter, weil viele um Aufstockung ansuchen, die gar nicht berechtigt sind", erklärt AMS-Sprecherin Beate Sprenger der Zeitung. Über den Online-Ratgeber auf der Homepage soll die Bearbeitung vereinfacht werden. Aufgrund des erwarteten Andrangs könne die Bearbeitung des einzelnen Antrages aber einige Monaten dauern.

Kommentare (2)

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heinz31
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6
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Genau

Tuts nur die Arbeitslosen noch besser stellen. So haben sie noch weniger Motivation, wieder in den Arbeitsalltag zurück zu kommen.
Dafür gibts dann am Arbeitsmarkt Mindestlöhne, mit der keiner auskommen kann, weil das Arbeiten gehen auch mehr kostet als den ganzen Tag zu Hause zu sitzen und sich die Dumpfbackensendungen reinzuziehen.
Und dann müssen wir noch Steuern erhöhen, diedann natürlich die arbeitende Bevölkerung zahlt, damit der Sozialstaat noch mehr "Wohlstandssuchende" anlockt!
Da gehört einmal durchgeputzt, aber ordentlich!

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pescador
1
12
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Wer bezahlt das alles?

Die Last für die arbeitenden Menschen wird immer höher. So kann es nicht weiter gehen.

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