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Alpen-Adria-Universität

Sustainability Award: Auszeichnungen für die Uni Klagenfurt

Die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt wurde für ihre nachhaltige Initiativen und ihre Nachhaltigkeitsforschung mit dem Sustainability Award ausgezeichnet. Zwei Ministerien vergeben Preise in acht Kategorien.

© KK/bmwfw/Carina Karlovits
 

Mit einem ersten Platz, zwei zweiten Plätzen und einen dritten Platz konnte die Alpen-Adria-Universität (AAU) in diesem Jahr einen schönen Erfolg bei der Vergabe des Sustainability Award feiern. Die Preise wurden vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft sowie dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft vergeben.

Die AAU erhielt die Awards für den hochschulübergreifenden Universitätslehrgang BINE: Bildung für Nachhaltige Entwicklung – Innovationen in der LehrerInnenbildung, für die Einführung und Weiterentwicklung der „Umweltmanagementsysteme an Universitäten“, für den Initiativschwerpunkt „Nachhaltigkeit und für das „Gremium für Internationale Ressourcen im Umweltprogramm der Vereinten Nationen“.

Franz Rauch, Martin Hitz, Daniel Barben und Marina Fischer-Kowalski haben am 3. Mai die Preise von Sektionschef Elmar Pichl (bmwfw) und Sektionschef Gerhard Mannsberger (bmlfuw) im Palais Harrach in Wien entgegengenommen.

Vizerektor Hitz zeigt sich sehr erfreut über die Auszeichnung: „Die Universität hat einen wesentlichen Schritt für Umweltschutz und Umweltbewusstsein gesetzt und gleichzeitig fortlaufende Verbesserungsprozesse eingeleitet. Durch unser Kooperationsprojekt mit vier anderen Universitäten gehen wir gemeinsam einen nennenswerten Schritt in Richtung nachhaltige Universitäten.“

Bildung für Nachhaltige Entwicklung

1. Platz (Handlungsfeld Lehre und Curriculum, hochschulübergreifend)

Der Universitätslehrgang Bildung für Nachhaltige Entwicklung – Innovationen in der LehrerInnenbildung läuft seit 2004 und hat zum Ziel, sich kritisch mit dem interdisziplinären Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung auseinanderzusetzen. Beispielsweise erforschen die TeilnehmerInnen das Verständnis von nachhaltiger Entwicklung von Institutionen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Dabei werden Fragen systematisch bearbeitet, wie sich die Zukunft im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung gestalten lässt. Dies bedeutet Lernen durch genaues Beobachten, kritische Analyse, Bewertung und Gestaltung einer konkreten Situation mit dem Ziel, informative „Gestaltungskompetenz“ zu entwickeln. Verantwortlich für den Universitätslehrgang ist Franz Rauch vom Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung.

Nachhaltige Alpen-Adria-Universität

2. Platz (Handlungsfeld Verwaltung und Management, hochschulübergreifend)

Im Oktober 2013 wurde im Rahmen der Hochschulraumstrukturmittel das Projekt „Umweltmanagementsysteme an Universitäten der Allianz Nachhaltige Universitäten in Österreich“ vom Ministerium bewilligt. Die Alpen-Adria-Universität leitet das Projekt, weitere Allianz-Universitäten sind beteiligt: Universität für Bodenkultur Wien, Karl-Franzens-Universität Graz, Paris Lodron Universität Salzburg und Wirtschaftsuniversität Wien. Das fünfjährige universitätsübergreifende Projekt hat das Ziel, das Umweltmanagementsystem EMAS III koordiniert einzuführen bzw. weiterzuentwickeln sowie weitere vernetzte Aktivitäten in den Bereichen Umweltmanagement und Betriebsökologie zu setzen. Das Projekt versteht sich als Brückenschlag zwischen Forschung und Verwaltung und fördert Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wie auch bei Studierenden ökologisches Bewusstsein und nachhaltiges Handeln. Nachhaltigkeit in der Forschung und Lehre, die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs, ressourcenschonende und nachhaltige Beschaffungen und Investitionen sowie die Reduzierung von Emissionen sind nur einige Ziele, die die Universitäten in ihrer Umweltpolitik definiert haben 

Nachhaltigkeitsforschung

2. Platz (Handlungsfeld Forschung)

Der Initiativschwerpunkt Nachhaltigkeit wurde zu einer profilbildenden Stärke der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt entwickelt. Dessen Arbeit baut auf den Methoden und Begrifflichkeiten der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften auf, berücksichtigt aber auch Schnittstellen zu den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Mit den ausgeprägten Kompetenzen in inter- und transdisziplinärer Forschung geht die Orientierung auf problemorientierte Forschung und die Integration und Reflexion divergenten Wissens einher. Herausragend wichtig sind Themen, die enge Bezüge zu den „Grand Societal Challenges“ aufweisen, denen sich neben internationalen Organisationen auch das Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 der Europäischen Union und nicht zuletzt die nationale FTI-Strategie Österreichs widmen. „Der Schwerpunkt Nachhaltigkeit leistet damit wertvolle Beiträge zur akademischen Forschung und Lehre, zur wissenschaftsgestützten Politikberatung und zur öffentlichen Wissenskommunikation“, sagt Daniel Barben vom Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung und Koordinator des Schwerpunkts Nachhaltigkeit.

Expertengremium für Internationale Ressourcen im Umweltprogramm der Vereinten Nationen

3. Platz (Handlungsfeld Internationale Kooperationen)

2007 wurde innerhalb der UNEP ein Panel für Sustainable Resource Use gegründet. Marina Fischer-Kowalski vom Institut für Soziale Ökologie ist seit der Vorphase im Expertengremium vertreten und 2011 wurde ein Expertenbericht veröffentlicht. Dieser Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass der globale Ressourcenverbrauch aufgrund des Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums bereits ein nachhaltiges Niveau überschritten hat. Entsprechend dem UNEP-Bericht könnte der weltweite Ressourcenverbrauch bei Fortsetzung der derzeitigen Entwicklung im Jahr 2050 bis zum Dreifachen des heutigen Bedarfs auf 140 Milliarden Tonnen anwachsen. Unter der Schirmherrschaft der UNEP wurde 2012 das Projekt gestartet und in Kooperation zwischen dem Institut für Soziale Ökologie, dem CSIRO, der WU und dem IFEU sowie weiteren VertreterInnen der Working Group bearbeitet.

Sustainability Award

Um Nachhaltigkeitsprozesse in der österreichischen Hochschullandschaft zu fördern und besser bekannt zu machen, wurde 2007 der Sustainability Award als gemeinsame Initiative vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und dem Wissenschaftsministerium ins Leben gerufen. Im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs wird der Award alle zwei Jahre in acht Kategorien an die innovativsten und nachhaltigsten Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen vergeben.

Eine prominente sechsköpfige Jury hat insgesamt 79 Einreichungen von 21 Universitäten, Fachhochschulen und pädagogischen Hochschulen begutachtet und die Gewinner in acht Handlungsfeldern ausgewählt.

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