PH KärntenMusikpädagogik: Unterricht mit „positiven Nebenwirkungen“

Seit sechs Jahren können Musiklehrer auch in Kärnten ausgebildet werden. Die Studienkoordinatorin Hildegard Falkensammer sieht darin ein Mittel gegen den Braindrain.

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Hildegard Falkensammer lehrt an der PH Kärnten
Hildegard Falkensammer lehrt an der PH Kärnten © KK/PH Kärnten
 

Ein Studium für Musikpädagogik im Land zu haben, ist mehr als nur Prestige: „Bevor es in Kärnten die Ausbildung zum Musiklehrer gab, mussten Studierende in andere Bundesländer auspendeln. Viele sind nicht mehr zurückgekehrt“, sagt Hildegard Falkensammer.

Die Koordinatorin des gemeinsamen Studiums Musikerziehung bzw. Instrumentalmusikerziehung Sekundarstufe Allgemeinbildung der Kunstuniversität Graz, der PH Kärnten und der GMPU hat selbst noch nach Graz gehen müssen, um das Fach Musikerziehung studieren zu können. Seit sechs Jahren ist das anders: Kärntner Musiklehrer können seitdem auch in Kärnten ausgebildet werden. „Wir ermöglichen jungen musikalischen Menschen, die stark im Kulturgeschehen des Landes verankert sind, konträr zum Braindrain in Kärnten bleiben zu können“, sagt Falkensammer. Sie sieht auch die Gefahr abgewendet, dass Kärntens Schulen nicht mehr an ausreichend qualifizierte Musikpädagogen kommen würden.

Zehn Studierende pro Jahr kann der Studiengang aufnehmen, alle Absolventen sehen ausgezeichneten Jobchancen entgegen – und einem gesellschaftlich relevanten Arbeitsfeld, wie es Falkensammer beschreibt: „Der Musikunterricht bringt den Schülern positive Nebenwirkungen wie Persönlichkeitsbildung, soziale Kompetenz und Förderung der Kreativität.“

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