Die vergangenen Monate brachten aufgrund von Covid-19 einige Einschränkungen und Herausforderungen für die österreichische Bevölkerung. Kaum ein Lebensbereich blieb von dem Lockdown unberührt. Nicht nur Privatpersonen verspürten Einschnitte, auch ganze Berufsgruppen wie Ergotherapeuten bekamen die Restriktionen der Regierung zur Eindämmung von Covid-19 zu spüren.

Studierende der Fachhochschule Kärnten haben sich im Sommersemester intensiv mit dem Thema Covid-19 in der Lehrveranstaltung „Schnittstellen und Settings in der Ergotherapie“ beschäftigt. „Das Ergebnis ist eine informative, Resilienz und Gesundheit stärkende und alltagsrelevante Broschüre mit konkreten und nützlichen Anregungen zur Strukturierung des Alltags und zur Förderung der psychischen Gesundheit in Ausnahmesituationen“, sagt Lehrveranstaltungsleiter Markus Kraxner vom Studiengang Ergotherapie. „Naturgemäß haben Informationen in dynamischen Entwicklungen eine kurze Halbwertszeit – so auch bei jenen in der Broschüre, wo es sich um eine Momentaufnahme handelt.“ Doch jene Bereiche in der Broschüre über die Profession, Ergebnisse aus Interviews und Tipps zur Alltagsbewältigung haben dauerhaften Bestand. Etwa, dass in einem Haushalt immer ein Medikamentenvorrat von zwei Wochen gelagert sein sollte. Oder, dass tägliche Routine das Wohlbefinden steigern kann.

Studierende der Ergotherapie stellten sich die Frage, wie im Homeoffice effizient und schmerzfrei gearbeitet werden kann
Studierende der Ergotherapie stellten sich die Frage, wie im Homeoffice effizient und schmerzfrei gearbeitet werden kann
© KK

Über die Lehrveranstaltung hinaus wird nun der von den Studierenden entwickelte Interviewleitfaden Gegenstand eines neuen Forschungsprojektes. „In Kooperation mit der Fachhochschule Gesundheit GmbH Innsbruck untersuchen wir mithilfe dieses Leitfadens das Leben von Studierenden in den Bundesländern Kärnten und Tirol. Uns interessiert, wie wir Studierende in Belastungssituationen bestmöglich begleiten können“, sagt Kraxner.