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Forschung aus Kärnten - PHDurchstarten mit Supervision

Führungsstil ist keine Geschmackssache – heute zählen Selbstreflexion und Wertschätzung von Mitarbeitern in der Chefetage. Die PH Kärnten bietet dazu eine Ausbildung an.

Als weiterer Karrierebaustein wird die Ausbildung zu Beratungstätigkeiten wie Supervision oder Coaching in vielen Berufsfeldern genutzt
Als weiterer Karrierebaustein wird die Ausbildung zu Beratungstätigkeiten wie Supervision oder Coaching in vielen Berufsfeldern genutzt © dragonstock - stock.adobe.com
 

Delegieren, entscheiden, manchmal auch auf den Tisch hauen – die Art, wie man ein Unternehmen oder eine Organisation führt, war lange Zeit von einem autoritären Ansatz geprägt. Doch die Zeiten ändern sich: „Führungskompetenz wird mittlerweile anders gesehen. Sie beinhaltet persönliche Entwicklung und die Einbeziehung von Mitarbeitern in Unternehmensziele“, sagt Erika Mikula.

Als Pädagogin, Trainerin, Supervisorin, Coach und Organisationsberaterin beschäftigt sie sich seit Jahren mit Methoden und Techniken zur Reflexion, Analyse und Veränderung beruflicher Kontexte. Seit 2016 leitet sie den Master- und Hochschullehrgang „Supervision, Coaching und Organisationsentwicklung“ an der PH Kärnten, den nicht nur Schulpersonal, sondern auch zahlreiche Personen aus dem Gesundheitsbereich, aus den sozialen Berufen und aus der Wirtschaft bereits absolviert haben.

„Supervision und Coaching sind vor allem für jene wichtig, die sich in ihrem Berufsfeld professionalisieren oder Leitungsverantwortung übernehmen wollen“, sagt Mikula. Es habe eine grundlegende Veränderung im Führungsverständnis gegeben, weiß sie aus den vielen Gesprächen mit den Teilnehmern ihres Lehrgangs. Komplexe Arbeitsabläufe, steigende Anforderungen und gesellschaftliche Veränderungen würden persönliche und organisationale Weiterentwicklung notwendig machen. „Um das als Führungsperson zu erreichen, braucht es ein großes Maß an Selbstreflexion.“

Damit meint sie das Bewusstsein für sich selbst und für die eigene Wirkung auf andere. In allen Bereichen, wo mit Personen gearbeitet werde, brauche es ein Gespür dafür, wie man bei den Menschen, mit denen man zusammenarbeitet, ankommt. „Das ist ein wesentlicher Aspekt der Persönlichkeitsbildung, ohne den ein fruchtbares Miteinander nicht zu erreichen ist. Selbst- und Fremdwahrnehmung, Nähe und Distanz sind unter anderem die Themen des Lehrgangs“, sagt Mikula.

Auch die Arbeit mit Gruppen wird bei „Supervision und Coaching“ angesprochen. Man müsse in Leitungspositionen über die dynamischen Prozesse Bescheid wissen, die in Gruppen auftreten, gibt Mikula zu bedenken. Macht, Konkurrenzdruck – diese Phänomene gelte es zu erkennen und professionell damit umzugehen.

Supervision habe aber nicht nur im beruflichen Umfeld Bedeutung, sondern auch darüber hinaus gesellschaftspolitische Dimensionen, so Mikula: „Sie hilft dabei, in Zeiten von Ungewissheit und Zweifeln eine Form von Sicherheit anzubieten. Ausgebildete Supervisoren haben das beste Rüstzeug, um mit Unsicherheit umzugehen.“

Lehrgang

Supervision, Coaching und Organisationsentwicklung heißt der Lehrgang, der an der PH Kärnten im Sommersemester 2019 starten soll. Der Lehrgang richtet sich an Personen in sozialen, pädagogischen, therapeutischen, medizinischen, juristischen und wirtschaftlichen Berufen oder im Verwaltungsbereich. Fünf oder sechs Semester dauert diese berufsbegleitende Ausbildung.

Infos zur Anmeldung finden sich unter www.ph-kaernten.ac.at

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