Rat vom Experten So funktioniert konstruktive Kritik

Arbeitspsychologe Paul Jimenez über konstruktive Kritik.

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Arbeitspsychologen, Research Team
© © Helmut Lunghammer
 

Die Frage. Wie kann ich Mitarbeiter kritisieren, ohne sie zu verletzen?

Rat von Arbeitspsychologen Paul Jimenez. Kritik zu geben, ist eine der unbeliebtesten und heikelsten Aufgaben von Führungskräften. Geht es doch darum, klar auf Dinge hinzuweisen, die nicht passen, gleichzeitig die Motivation zu erhalten.

Der wichtigste Punkt aus arbeitspsychologischer Sicht ist Fairness, Wertschätzung und Ehrlichkeit. Prüfen Sie für sich, ob alle notwendigen Ressourcen vorhanden waren/sind und die Aufgabe auch klar besprochen wurde. Sprechen Sie nur Dinge an, die Sie selbst festgestellt haben oder deutlich dokumentiert sind. Mutmaßungen oder gar Vorwürfe helfen nicht, sind kontraproduktiv und schaden nur dem Klima.

Ein Kritikgespräch soll kurz und lösungsorientiert sein. Was benötigt der Mitarbeiter? Was können wir alle daraus lernen? Mit diesem Blick ist es leichter, das gemeinsame Ziel einer Verbesserung zu erreichen. Mit einer positiven Sichtweise können beide Seiten nur gewinnen und die nächsten Aufgaben mit Engagement und Achtsamkeit ausführen.

Was ist Erfahrung, wenn nicht auch das Lernen aus kleinen und großen Fehlern? 

Der Experte

Paul Jiménez ist Arbeitspsychologe an der
Karl-Franzens-Universität Graz.
Fragen an: carmen.oster@kleinezeitung.at
Betreff: „Arbeitspsychologie“.
Weitere Informationen unter: research-team.at


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