Nun ist es offiziell: Die Geopark-Gemeinde Eisenkappel-Vellach/Železna Kapla-Bela eröffnete am Mittwoch (14. September) gleich mehrere Erlebnis-Infrastruktureinrichtungen. Noch bevor der Festakt zum Geopark-Tag in der Tabora-Schlucht nördlich des Bad Eisenkappler Marktes seinen Anfang nahm, wurde im Tenniszentrum die von Willi Ošina inspirierte Indoor-Boulderbox der Öffentlichkeit präsentiert.

Die vorwiegend aus Mitteln des EU-Interreg-Programms "Natur Games" in der Höhe von 55.000 Euro finanzierte und in einem Ausmaß von 54 Quadratmetern sowie mit über 1.000 Griffen ausgestattete Kletterbox stellt für Bürgermeisterin Lisa Lobnik einen weiteren "schönen Baustein zu den bereits bestehenden Sportangeboten in der Gemeinde dar".

Die darauf folgende Eröffnung des bereits seit dem Vorjahr bestehenden "Christian-Koschlak-Klettersteigs" in der Tabora versteht Lobnik als "Geste des Dankes an den ehemaligen Amtsleiter und großen Freund der Natur und Bergweltbewahrer". Der Klettersteig ist ein Teil der Geopark-Erlebnisstruktur entlang des neuen Weitwanderwegs.

Übergabe der Schulzertifikate
© Zdravko Haderlap

Dieser Weitwanderweg wurde im Rahmen des Koordinationsprogramms zwischen Slowenien und Österreich vom europäischen Fond für regionale Entwicklung und dem Land Kärnten kofinanziert. Der Rundwanderweg mit dem Start und Ziel in Zell/Sele umfasst 265 Kilometer und ist in 13 Tagesetappen unterteilt. Für die laut Geschäftsführer Gerald Hartmann beschriebene "grenzgeniale Schatzsuche" auf diesem Weg sind fünf Wanderkarten im Maßstab 1:25000 sowie detaillierte Streckenbeschreibungen erstellt worden.

Geopark-Schulzertifikate

Noch bevor Landeshauptmann Peter Kaiser gemeinsam mit Bürgermeisterin Lobnik im Beisein des Pfarrers und Ehrenbürgers Leopold Zunder und dem Präsidenten des Unesco-Geoparks Karawanken, Gerhard Visotschnig, den "Christian-Koschlak-Klettersteig" eröffnete, wurden noch die Geopark-Schulzertifikate an das Bildungszentrum und den Kindergarten Bad Eisenkappel/Železna Kapla vergeben. Mit dem Zertifikat wird eine enge Kooperation zwischen den Bildungseinrichtungen und dem Geopark eingeläutet, indem Geoparkthemen in den Unterricht einfließen, aber auch speziell das Kennenlernen des slowenischen wie auch österreichischen Nachbarn gefördert wird. Kaiser: "Als ich vor Jahren den Bescheid zum Geopark-Projekt unterschrieben habe, war mir klar, welche große Chance das für die 14 Gemeinden sein wird. Durch die gemeinsamen Vorhaben wächst zusammen, was einst durch Grenzen geteilt war."