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Heute und morgenStammzellenspende Leonhard: So können sie helfen

Der 22 Monate alte Leonhard hat Leukämie. Er braucht dringend eine rettende Stammzellenspende. Heute und morgen kann gespendet werden, hier lesen Sie unter welchen Voraussetzungen.

Leonhard war erst wenige Monate alt, als er die Diagnose bekam. Seine Eltern lebten lange in Kärnten © kk
 

Heute (Mittwoch) und morgen kann für den 20 Monate alten Leonhard in Villach und Klagenfurt Stammzellen gespendet werden. Das Kind leidet an einer seltenen Form von Leukämie - die Kleine Zeitung hat berichtet. 

Wer darf spenden?

Morgen, am 11. Oktober, gibt es die Möglichkeit, dem Kleinen zu helfen. In der FH Kärnten - Campus Villach findet von 12 bis 18 Uhr im Hörsaal 3 eine Typisierungsaktion für potenzielle Spender statt. Davor kann heute in Klagenfurt an der FH - St. Veiter Straße 47 - von 10 bis 16 Uhr gespendet werden. Spenden können gesunde Menschen zwischen 17 und 45 Jahren mit mindestens 50 Kilogramm Gewicht.

Wer zu der Typisierung kommt, dem werden drei Milliliter Blut abgenommen. Danach kommen die Werte in eine anonyme Datenbank. „Sollte jemand als Spender für Leonhard oder einen andere Patienten in Frage kommen, wird er kontaktiert“, sagt Walter Brenner, der für den Verein „Geben für Leben“ die Aktion organisiert. Je mehr Menschen an der Hilfsaktion teilnehmen, desto größer ist die Chance für Leonhard und andere Betroffene.

Die ergreifende Geschichte des Kindes

Leonhard hatte schon eine erste Stammzellentransplantation. Doch leider konnte seine Krankheit damit nicht besiegt werden“, sagt Brenner. In seinem kurzen Leben verbrachte Leonhard schon mehr Zeit im Krankenhaus als Zuhause. Seine Eltern lebten bis vor kurzem in Kärnten. „Unser Sohn ist eigentlich ein Kärntner“, lächelt seine Mutter. „Doch als wir die Diagnose erfahren haben, sind wir ins Burgenland gezogen, damit wir näher beim St. Anna Kinderspital sind.“ Was sie und ihr Mann seit der Diagnose mitmachen, können Außenstehende wohl nur ansatzweise erahnen. Dabei begann alles ganz harmlos. Im Alter von drei Monaten bekam Baby Leonhard Fieber. Er musste ins Krankenhaus, irgendwas stimmt nicht. Das war bald klar. „Es ist nicht in Worte zu fassen, was wir als Eltern empfunden haben. Die pure Angst.“

Einige Monate später hatte diese Angst einen Namen – Juvenile myelomonozytäre Leukämie. „Eine sehr seltene Form einer Leukämie, die 1 von 1.000.000 Kindern trifft – meist Buben“, sagt Leonhards Mutter.

Geburtstag im Krankenhaus

Ihr Baby, ihr quirliger, kleiner Bub, ihr Leonhard soll schwer krank sein? „Unvorstellbar. Wir konnten es nicht begreifen“, beschreiben die Eltern.
Leonhard verbringt seine ersten Weihnachten im Krankenhaus und seinen ersten Geburtstag: mit Mama, Papa, Oma, Kuchen und Geschenken an seiner Seite. „Er hat sich dem Krankenhaus schnell angepasst. Uns fiel das schwerer“, gesteht die Mutter. „Wir durften in der Nacht oft nicht bei ihm sein, ihn nicht trösten, wenn er Angst oder Schmerzen hatte. Das ist eine starke psychische Belastung.“
Bald folgte die Chemotherapie: Erbrechen, Fieber, Ausschläge. „Wir waren so stolz, wie unser Sohn diese Zeit bewältigt hat – er war meistens gut gelaunt.“ Leonhard, der kleine Sonnenschein. Leonhard, der kämpft wie ein  Löwe.

Nach der Chemo, am 21. September 2017, fand seine erste Stammzellentransplantation statt. „Leider hat es nicht geklappt, wie erhofft“, erzählt Brenner. Das war ein harter Rückschlag für Leonhards Familie. Doch jetzt richtet sich ihre ganze Energie und Hoffnung wieder nach vorne. „Jeder könnte ein potenzieller Spender sein,“ sagt Brenner.

Typisierungsaktion

Am 10. Oktober von 10 bis 16 Uhr ist die Typisierungsaktion für Leonhard am Standort der FH Kärnten in der St. Veiter Straße 47 in Klagenfurt.

Wer helfen kann

Als Spender kommen gesunde Menschen zwischen 17 und 45 Jahren in Frage, die mindestens 50 Kilo wiegen. Jede Typisierung kostet dem Verein „Geben für Leben“ 50 Euro. Spenden sind willkommen: Sparkasse Bludenz IBAN: AT39 2060 7001 0006 4898 BIC: SSBLAT21XXX

Die Chancen, einen Spender zu finden, liegen bei 1:500.000. Zumindest laut Statistik.  Bei einer Aktion in Wels, ließen sich im Vorjahr 2100 Menschen typisieren – zwei von ihnen konnten schon spenden. Die Typisierung erfolgt generell entweder per Speichel oder Blut. Für eine 15-Euro-Spende kann man sich auch einen Speicheltest zusenden lassen: gebenfuerleben.at

 

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