Seit vergangenen Herbst gibt es Gerüchte, dass in der Stadt Althofen eine Rot-Kreuz-Ortsstelle errichtet werden soll. „Das stimmt. In Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde arbeitet das Rote Kreuz an der Schaffung einer Ortsrettungsstelle. Das ist ein großes Anliegen von uns. Ich freue mich sehr, dass wir dies umsetzen können“, erklärt der Althofner Bürgermeister Walter Zemrosser (Liste für Alle). Die diesbezüglichen Gespräche mit Bezirksstellenobmann Herbert Sager und Rotkreuz-Präsident Martin Pirz fanden schon statt.

Die Errichtung plant man in der Kansnitstraße
Die Errichtung plant man in der Kansnitstraße © Wilfried Gebeneter

Eingerichtet werden soll diese in den Räumlichkeiten der früheren Senioren-Tagesstätte in der Kansnitstraße 19, die sich für diesen Zweck bestens eignen. Die Räumlichkeiten, die zuletzt als Kindergarten genutzt wurden, stellt die Stadtgemeinde Althofen zur Verfügung. Detailpläne sollen derzeit noch ausgearbeitet werden. „Wir haben als Stadt die Möglichkeit, die Räume günstig zu erwerben. Wir geben rund 300.000 Euro dafür aus. Das ist für die Räumlichkeiten sehr billig“, fügt Zemrosser an.

Bürgermeister Walter Zemrosser
Bürgermeister Walter Zemrosser © Kleine Zeitung / Weichselbraun

„Althofen ist der geografische Mittelpunkt des Bezirkes St. Veit. Die Zufahrt der Rettung verkürzt sich daher für zahlreiche Betroffene enorm, was im Notfall von entscheidender Bedeutung sein kann. Vorerst ist die Stationierung eines Rettungswagens vorgesehen“, heißt es seitens der Stadt.

Ortsstelle würde Sinn ergeben

„Wir sind noch in der Planung und es gibt intern noch einige Gespräche. Ebenso muss der Landesverband auch noch die Besetzung evaluieren. Die Frage ist, ob sich eine 24-Stunden-Besetzung auszahlt, oder ob man eine Tagesbesetzung plant. Jedoch wäre Althofen von der geografischen Lage kein schlechter Standort für eine Rettungsstelle“, meint der Bezirksstellenobmann Herbert Sager. Neben der Rettungsstelle in St. Veit gibt es im Bezirk noch eine in Gurk, eine in Klein St. Paul und eine in Friesach.

Rot-Kreuz-Bezirksstellenleiter Herbert Sager
Rot-Kreuz-Bezirksstellenleiter Herbert Sager © Wilfried Gebeneter

„Ein wichtiges Argument für die Schaffung der Ortsrettungsstelle war auch der Umstand, dass zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Roten Kreuzes aus Althofen und Umgebung kommen. Auch Notfall-Mediziner Michael Obmann und die aktive First Responder-Gruppe aus Althofen haben ihre Unterstützung zugesagt“, fügt Zemrosser an. Ihm schwebt eine Umsetzung des Projektes noch in diesem Jahr vor.

Komplett grünes Licht fehlt aber noch

Beim Roten Kreuz ist natürlich das Bestreben da, die geplante Ortsstelle zu errichten. Jedoch fehlen noch ein paar wichtige Details, wie etwa der finanzielle Aspekt. „Natürlich macht eine Ortsstelle in Althofen Sinn. Jedoch müssen wir zugeben, dass die Gemeinde bei diesem Projekt schon etwas zu schnell über das Ziel geschossen hat. Die Ortsstelle in Althofen und der Betrieb mit Rettungswagen und/oder Krankentransportwagen muss finanziell sichergestellt werden. Der Bürgermeister hat mir nun telefonisch die finanzielle Unterstützung zugesichert. Wenn keine finanziellen Mittel seitens der Politik gegeben sind, können wir keine Ortsstelle errichten“, erklärt der Präsident des Roten Kreuzes Martin Pirz und fügt an: „Ebenso müssen wir für das Projekt erst grünes Licht in den Gremien und Verbandsausschuss holen. Der Bürgermeister ist sehr engagiert und es herrscht ein gutes Einvernehmen, wir müssen aber noch ein paar Details absprechen.“

Rot-Kreuz-Präsident Martin Pirz
Rot-Kreuz-Präsident Martin Pirz © Jakob Gutschi