In den 1990er-Jahren wurde in Osttirol viel Erde umgegraben. Klärwerke wurden errichtet und fast alle Gebäude an die Kanalisierung angeschlossen. In Anras hatten die Haushalte von Asch und jene vom Anraser Ortskern eine Ausnahmebewilligung – per Bescheid durften Oberflächen und Schmutzwässer über ein Mischkanalsystem entsorgt werden. Vorübergehend. Zulässig war das letztlich über Jahrzehnte. Erst jetzt holt die Gemeinde die Realität ein. Die Behörde hat die Gemeinde aufgefordert, die Abwässer zu trennen.
Für Schmutzwasser
Anras muss drei Millionen Euro versenken
Die Realität holt die Gemeinde Anras ein. Abwasser von 50 Haushalten durfte über Jahrzehnte mit Oberflächenwasser in Klärwerk eingeleitet werden. Jetzt ist der Punkt angelangt, an dem die Behörde das Ende des Mischkanals besiegelte.
© KK/Toni Ausserlechner