Wenn man dieser Tage in die Stadt blickt, würde man nicht vermuten, dass die Zahl der Radgäste aus Italien gesunken sei. Tatsächlich ist die Frequenz auf dem Drauradweg nach dem Boom im Vorjahr heuer aber niedriger. Über das Ausmaß des Schwundes ist man sich allerdings uneins. Gemeinderat Josef Blasisker (FPÖ) sprach unlängst in der letzten Gemeinderatssitzung von einem kolportierten Drittel weniger Radtouristen aus Italien. Dieser Zahl schließt sich Tourismusverbandsobmann Franz Theurl an: "Das zeigt auch unsere Messstation bei der Galitzenklamm." Anders sieht es Stadtmarketingleiter Oskar Januschke: "Ein Drittel würde ich nicht unterschreiben, 15 bis 20 Prozent sind seriös." Allerdings werde die Messstation der Stadt gerade umgebaut - künftig will man mit dem Land Tirol gemeinsam analysieren. Von 20 bis 30 Prozent spricht man auch beim größten Radverleiher (von insgesamt fünf) in Lienz, Papin Sport. Zum Vergleich: In einer durchschnittlichen Radsaison radeln rund 150.000 Menschen über den Drauradweg gen Lienz. Da sind diese Schwankungen nicht unerheblich.