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Innsbruck

Diskussion im Landtag um Schul-Modellregionen

Beate Palfrader hält den Streit um die Gesamtschul-Modellregionen für verfrüht. Noch habe die zuständige Steuerungsgruppe nicht einmal die Arbeit aufgenommen.

Osttirol steht als Modellregion für die Gesamtschule zur Diskussion. Treffen würde es das Gymnasium Lienz © Karina Hartweger
 

Gleich zum Auftakt der Februar-Landtagssitzung ging es am Mittwoch um das umstrittene Thema von Modellregionen für die Gesamtschule. Bekanntlich waren ja Osttirol, das Außerfern oder das Zillertal dafür „in der Ziehung“. Laut Landesrätin Beate Palfrader (ÖVP) freilich alles nur Gerüchte: „Wir haben uns weder intern noch extern auf irgendeinen Standor16:2909t konzentriert. Wir haben das in kleinen Gruppen in meinem Büro besprochen, aber uns nicht festgelegt.“ Das könne man auch gar nicht, solange nicht alle gesetzlichen Voraussetzungen seitens des Bundes geschaffen seien.

Wir haben uns weder intern noch extern auf irgendeinen Standort konzentriert. 

Beate Palfrader

Landtagsabgeordnete Maria Zwölfer (Impuls Tirol) machte Palfrader den Vorwurf, betroffene nicht genug einzubinden. Dies sei, so die Angesprochene, ebenfalls nicht möglich: „Es wäre nicht sinnvoll, bevor wir überhaupt beginnen zu arbeiten, jemanden einzubinden. Wir müssen uns zuerst klar werden, welchen Weg wir überhaupt gehen.“

Differenziertes System

In der Folge bewegte sich die Diskussion vom Standort weg und mehr zur generellen Frage hin, ob eine gemeinsame Schule überhaupt sinnvoll sei. Die Freiheitlichen sahen das nicht so. Sie fordern weiterhin ein differenziertes Schulsystem. Was Palfrader zu der Frage veranlasste, ob man nicht innerhalb eines Systems differenzieren könne: „Wir haben dort dann Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Begabungen, die eben verschieden gefördert werden.“

FAKTEN

Gesamtschule. Das Konzept der Gesamtschule oder „gemeinsamen Schule“ sieht vor, dass alle Kinder bis zum Alter von mindestens 14 Jahren die gleiche Schulform besuchen.
Ziel. Mit der Gesamtschule soll möglichst vielen Schülern ein höherer Bildungsabschluss ermöglicht werden. Kritiker meinen, es reduziere das Niveau.

Insgesamt sei sie fix davon überzeugt, dass eine gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen für die Gesellschaft wichtig sei. Aber auch für die Kommunen oder die Wirtschaft, so die Landesrätin: „Ich bin überzeugt, dass das eine Chance für die Gemeinden ist, wenn alle Bildungsangebote bis 14 Jahre in Wohnortnähe sind. Es können dann auch akademische Arbeitsplätze, ebenfalls in Wohnortnähe, angeboten werden.“

Besonders für Gebiete, die sonst von Abwanderung bedroht seien, sei dies ein Vorteil.

UWE SCHWINGHAMMER

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