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Die Kraft der Isel lockt

Ein Mega-Kraftwerk im Virgental und jetzt noch ein Kraftwerk zwischen Matrei und Huben: Die Isel gerät in den Fokus der Energiewirtschaft.

 

Was dem Industriellen Michael Theurl aus Lienz bisher im Debanttal verwehrt blieb, soll an der Isel in Huben Realität werden: ein eigenes Kraftwerk. Der Unternehmer ist ein Tal weitergezogen und hat Mittwochabend in Matrei dem Gemeinderat seine Idee einer "Wasserkraftanlage Huben" vorgestellt. Dabei wurde Bürgermeister Andreas Köll (ÖVP) nicht müde zu erklären, dass schon 2010 eine Machbarkeitsstudie im Auftrag der "Matreier Liste" vom Gemeinderat beschlossen wurde. "Diese Studie ist aber heute nicht zu beschließen", so Köll. So blieb es Theurl vorbehalten, sein Isel-Kraftwerk mit 55 Millionen Euro Baukosten zu präsentieren. Drei Varianten stellte er dafür zur Auswahl. Die Isel sollte bei der Brücke in Brühl gefasst und auf einer Länge von vier Kilometern durch den Berg bis zum Krafthaus in Huben geleitet werden. Die Fallhöhe würde 110 Meter, die Leistung 25 Megawattstunden betragen. Laut Theurl dränge die Zeit, denn durch die Liberalisierung des Strommarktes könnten bald auch ausländische Energiekonzerne Kraftwerke an der Isel bauen.

Für den World Wide Fund For Nature (WWF) bringe es das vorgestellte Kraftwerksprojekt bei Huben an der Isel auf fünf "hoch sensible" Kriterien - und sei somit nicht umweltverträglich. WWF-Sprecher Christoph Walder: "Zu den Kriterien zählen der Natur- und Artenschutz, die Bedeutung für die Fischfauna, die Einzigartigkeit, der morphologische Zustand sowie das Vorkommen von europarechtlich geschützten Pflanzenarten wie der Deutschen Tamariske."

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