Der Maibaum war der ganze Stolz der "Horden Pass Lainach". Nun liegt der 26 Meter lange Baum der Brauchtumsgruppe umgeschnitten in der Wiese. "Außerhalb der Passzeiten einen Maibaum 'umzusagln' ist nicht nur feige, sondern sogar strafbar", schreibt Obmann Rene Reiter auf Facebook. Laut Informationen der Lainacher Bevölkerung ist es Brauch, drei Tage auf den Baum aufzupassen. "Wir haben diesen Zeitraum von 30. April, 18 Uhr, bis 2. Mai, 24 Uhr, festgesetzt", sagt Reiter.

Am 3. Mai haben sich eine oder mehrere Personen über diesen Brauch hinweggesetzt und den Baum umgeschnitten. Anrainer nahmen zwischen 22 und 22.30 Uhr Motorsägenlärm wahr. Es wurde nicht wie üblich nur der Wipfel "gestohlen", der Baum wurde umgeschnitten liegen gelassen.

Das Auto wurde gesichtet

Ein Foto vom Aufbau des Festzelts in Lainach
Ein Foto vom Aufbau des Festzelts in Lainach © KK/HORDEN PASS LAINACH

"Ihr könnt euch bei uns melden, dann können wir alles Restliche besprechen und sehen eventuell von weiteren Schritten ab", appelliert
Reiterer an die "Täter". Er ist unter Telefon 0660-277 50 65 erreichbar. Es wurde nicht nur das Auto gesichtet, es sei auch eine Wildkamera aufgestellt worden.
Der Verein veranstaltete am verlängerten Wochenende eines der größten Maibaumfeste im Oberen Mölltal. "In den umliegenden Orten tut sich das niemand mehr an. Wir haben ein Festzelt aufgestellt, viele Firmen in Rangersdorf haben uns unterstützt, die Buschenschank Hatzhof hat den Maibaum gespendet", schildert Reiter, der sich nicht davon abbringen lässt, nächstes Jahr mit seinen Kollegen wieder einen Maibaum aufzustellen. "Man muss den Brauch hochhalten. Es ist einfach schade, dass man uns die Freude am Baum vermiest hat."