AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Unwettergefahr steigt FreitagIm Bezirk Spittal herrscht Alarmbereitschaft

Für den Bezirk Spittal fand eine Sicherheitsbesprechung statt. Am Freitag werden erneut starke Niederschläge erwartet, die zu Unwetterkatastrophen führen können.

In der Feuerwehr Spittal fand die Sicherheitsbesprechung mit Klaus Brandner statt © WILLI PLESCHBERGER
 

Katastrophenähnliche Zustände herrschen derzeit im Oberen Mölltal. Wenn es am Freitag wieder so stark regnet und der prognostizierte Föhnsturm dazukommt, kann es zu schweren Ereignissen wie Muren, Erdrutschen und Lawinen kommen. Daher lud Bezirkshauptmann Klaus Brandner zu einer Sicherheitsbesprechung nach Spittal ein. Teilgenommen haben daran Bürgermeister, Vertreter der Feuerwehr, Polizei, Bergrettung, der Bezirksforstinspektion, des Straßenbauamtes, der Roten Kreuzes, des Bundesheeres, der Wildbach- und Lawinenverbauung sowie der Wasserwirtschaft.

Geperrte Güterwege und Straßen

Besonders betroffen sind die Gemeinden Heiligenblut, Großkirchheim, Mörtschach, Winklern, Rangersdorf und Stall. Hier sind höher gelegene Orte teilweise abgeschnitten, weil die Wege von umgestürzten Bäumen verlegt sind, teilweise, weil sie aufgrund von Lawinengefahr nicht geräumt werden konnten. Um die Lage zu überblicken wird am Donnerstag ein Hubschrauber-Erkundungsflug mit dem Landesgeologen und Vertreter der Bezirksforstinspektion und der Wildbach- und Lawinenverbauung stattfinden. Auch das hintere Maltatal und der Göllgraben im Döbriacher Koflach (Gemeinde Radenthein) werden beflogen. Hier droht in den Bächen Verklausungsgefahr. In Oberdrauburg gibt es Geschiebe-Anladnungen  im Pirkacher Bach, der bei anhaltendem Regen über die Ufer treten und ein Siedlungsgebiet erfassen könnte. Laut Wasserwirtschaft geht derzeit aber weder von den Seen noch von den großen Flüssen Hochwassergefahr aus.

Zahlreiche Bürgermeister folgten der Einladung des Bezirkshauptmannes Foto © WILLI PLESCHBERGER

Bundesheer steht bereit

Seitens des Roten Kreuzes wurden die Therapiefahrten von Winklern über den Iselsberg nach Lienz eingestellt, weil diese Strecke nicht befahrbar ist. Ansonsten sei die medizinische Versorgungssicherheit derzeit noch gegeben. Assistenzforderungen an das Bundesheer gibt es derzeit noch keine, aber rund 200 bis 250 Soldaten stünden in Kärnten zur Verfügung. Ab Donnerstag stehen auch zwei Bundesheerhubschrauber bereit.

Erhebliche Lawinengefahr

Michael Unterlerchner, Chef der Bergrettung Spittal-Stockenboi, rät vor Skitouren und Aktivitäten in den Bergen aufgrund hoher Lawinengefahr dringend ab: „Ab einer Höhe von 1500 Metern liegt derzeit auf den Bergen im Bezirk Spittal sehr viel Schnee, der schwer und stark durchfeuchtet ist. Weil der Neuschnee keine Bindung zum Untergrund hat, herrscht eine erhebliche Gefahr, dass er abrutscht. Diese Warnung gilt vor allem für Donnerstag, weil sich das Wetter beruhigt, teilweise die Sonne herauskommt und viele, die bereits am Sonntag erste Skitouren gemacht haben, auf die Idee kommen könnten, wieder auf die Berge zu gehen.“


Mehr zur Unwettersituation in ganz Kärnten, lesen Sie hier:

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren