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Klagenfurt

Vertrag von Martin Strutz wird nicht verlängert

Strutz scheidet Ende Oktober als Mitarbeiter der Stadt aus. Ex-FPÖ-Politiker war auch Kurzzeit-Berater von SPÖ-Bürgermeisterin Mathiaschitz. Streit um unbefristete Karenzierung von Stadtrat Germ (FPÖ).

"Gehe im besten Einvernehmen", sagt Strutz (Mitte), hier bei einer Gemeinderatssitzung
"Gehe im besten Einvernehmen", sagt Strutz (Mitte), hier bei einer Gemeinderatssitzung © Jannach
 

Nicht schlecht gestaunt haben viele, als im April 2015 die frischgebackene Klagenfurter Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) für kurze Zeit Martin Strutz, den ehemaligen Büroleiter des abgewählten Stadtchefs Christian Scheider (FPÖ), in der Funktion übernahm. Es war ein kurzes Gastspiel des Freiheitlichen im Bürgermeisterinnen-Büro. Wenige Tage darauf wechselte Strutz mit einem auf sechs Monate befristeten Vertrag in die Magistratsdirektion, um dort an der Verwaltungsreform zu arbeiten. Mit Erfolg, wie es hausintern heißt.

"Verwundert zur Kenntnis genommen"

Nichtsdestotrotz sind die Tage von Strutz im Rathaus gezählt. Sein Vertrag läuft mit Ende Oktober aus, wie Mathiaschitz gestern auf Nachfrage von Stadtrat Otto Umlauft (ÖVP) im Stadtsenat bekannt gab. „Ich habe auch gefragt, wie die Verwaltungsreform weitergeführt wird. Doch die ist gesichert“, sagt Umlauft. Das bekräftigt auch die Bürgermeisterin: „Wir sind gut auf Kurs. Nun geht es darum, dass die Mitarbeiter und Bereichsleiter die Reform mittragen.“ Der große Aufschrei der Blauen bleibt aus. Stadtrat Wolfgang Germ (FPÖ) sagt dazu. „Wir haben das Auslaufen des Vertrages verwundert zur Kenntnis genommen.“ Gelassen reagiert man wahrscheinlich auch, weil Strutz selbst ganz zufrieden scheint. „Ich werde mich mit meiner Agentur wieder selbstständig machen“, kündigt er an. Er gehe im besten Einvernehmen.

Weniger konfliktfrei ging es hingegen bei Personalfragen in anderer Sache zu. „Vier Umlaufbeschlüsse über Vertragsverlängerungen und Aufhebungen sind ungültig“, prangert Scheider an. SPÖ-Gemeinderätin Judith Michael habe sie in Vertretung von Mathiaschitz unterzeichnet, obwohl sie das als Mitglied des Kontrollausschusses nicht dürfte. Nur ein kleiner Formalfehler, der mit einem Beschluss bereits behoben worden sei, sagt dazu Vizebürgermeister und Personalreferent Jürgen Pfeiler.

Germ lässt Anwalt aufmarschieren

Der SPÖ-Politiker ortet hinter der Kritik der FPÖ, den Versuch von eigenen Unstimmigkeiten abzulenken. Man habe nämlich Germs unbefristete Karenzierung von der Feuerwehr aufgehoben und eine Befristung bis 2020 beschlossen. Germ sagt dazu: „Es gibt einen gültigen Beschluss von 2009“. Damals war er übrigens selbst Personalreferent und hat sich bei der Abstimmung als befangen enthalten. Jetzt pocht er darauf und hat einen Anwalt hinzugezogen.

BETTINA AUER

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Danke für Ihr Verständnis.

tschele
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Die "kleinen Formfehler" sind das Dopingmittel in der Politik

"Wenn's uns draufkommen, dann beschließen wir halt nach" Der Personalreferent kann bei Gefahr im Verzug, auf den reichen Erfahrungsschatz im Familienbereich zurückgreifen, wie solche Probleme elegant zu lösen sind. Lei Lei.

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BernddasBrot
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nur ein kleiner Formalfehler,

sagt der neue Personalreferent. Ob die Aufhebung der Karenzierung rechtens ist ?? Da bin ich aber nun neugierig, ob nicht da auch ein kleiner Formalfehler irgendwo zu finden ist.

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georgXV
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Klagenfurter Rathaus

einfach unglaublich was sich dieser Adlatus von der Feuerwehr so alles einbildet !!!
Der gehört zurück zur Feuerwehr und sonst NIRGENDS wo hin !!!
Auch für ihn war / ist der Job eines Stadtrates eine Überforderung !!!

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ulrichsberg2
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Martin Strutz - der Schweigsame.

Hat man beim ehem. BGM. um Auskunft gebeten, so ist man stets zu Martin Strutz verwiesen oder verbunden worden.
Die zugesagten Rückrufe bzw. Antworten ist er bis heute schuldig geblieben.

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gintonicmiteis
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Pfiati, baba

und fåll net!

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omymq2rkbruhcogzzc2uzcfgr56ms9li
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Alles Schmäh

Strutz wird nicht sehr tief fallen. Er ist einer der ganz wenigen Politiker, für das alte Pensionssystem zu tragen kommt. Das hat er sich rechtzeitig gesichert.

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g0m28ybgemayd6bup0pg3njrewcko0w1
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Strutz......

....das wäre auch niemals gut gegangen, war wohl Mitleid mit einem erfolglosen Mitläufer der FPÖ...APROPO FPÖ... Unter Scheider kahm es auch zur Einführung der Totenbeschaugebühr für Verstorbene im LKH - Klgft. Erstmals in Klgft.!!! Mit Villach die einzigen beiden Städte in Österreich!!! Bin seit Monaten dabei diese pietätlose, ungeheuerliche, menschenverachtende Gebühr unter der neuen Bürgermeisterin wieder abzustellen!!!
Gespräche sind vielversprechend!
Gordon Kelz

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Wehred den ANFÄNGEN!!..............KORRUPTIONSBEKÄMPFUNG und eine „Gläserne Kasse“ für KÄRNTEN/ÖSTERREICH.............................MISCHT EUCH EIN!!..........Wer sich sowas einfallen läßt........man hat keine Worte: Bürgerinitiative........und die Sache ist geritzt!

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ErichGolger
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Lieber Polesnik!

Sie könnten sicher mit besseren Bewertungen rechnen, wenn Sie anstatt Ihrer aufdringlichen und fetten Schlagzeilenkommentaren anfangen, Ihre Kommentare in vernünftiger Prosa zu verfassen.

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