Die Arbeiterkammer Kärnten übt Kritik an der Strompreiserhöhung der Stadtwerke Klagenfurt. "Ein Preisanstieg um 15 Prozent stellt eine gewaltige Belastung für die Brieftaschen der Arbeitnehmer und Pensionisten in Klagenfurt dar. Die Konsumenten spüren im Geldbörserl nichts von den versprochenen Vorteilen der Energiemarkt-Liberalisierung", kritisiert AK-Präsident Günther Goach.

Leistbar? Aus Sicht der Arbeiterkammer muss Energie leistbar bleiben. Die Privathaushalte zahlten in den letzten Jahren für Energie Rekordpreise. Seit dem Jahr 2000 haben sich in Österreich die Preise für Energie für die Haushalte um insgesamt 15 Prozent verteuert. Der Verbraucherpreisindex ist im gleichen Zeitraum nur um zehn Prozent gestiegen. Statt versprochener Verbilligungen im Zuge der Energiemarkt-Liberalisierung steigen die Preise für die Konsumenten ständig.

Spitze des Eisbergers. Auch in Klagenfurt ist die ktuelle Preiserhöhung, die bereits ab 1. Februar schlagend wird und für einen Musterhaushalt immerhin 75 Euro im Jahr ausmacht, nur die Spitze des Eisbergs, nachdem es bereits im Vorjahr eine Preiserhöhung bei der Fernwärme gab und erst kürzlich die Gaspreise gestiegen sind.

Öffentliches Eigentum. Die AK verlangt, dass gerade im strategisch sensiblen Energiebereich öffentliches Eigentum geschützt werden muss. Die Liberalisierung darf nicht zu einem Ungleichgewicht führen. Gewinne müssen wieder reinvestiert werden - in den Netzausbau und in zusätzliche Kapazitäten. Energie muss auch für finanziell schwache Haushalte leistbar bleiben.