AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Warum war John F. Kennedy in Kärnten?

Als John F. Kennedy noch nicht der 35. US-Präsident war, verbrachte er 1939 als 22-Jähriger mehrere Wochen am Wörthersee. Das wirft Fragen auf: Warum? Und wo genau?

© AP/Archivbild
 

Mythos John F. Kennedy: Kriegs- und Frauenheld, mächtigster Mann der Welt mit jugendlichem Charme, erschossen 1963 unter ungeklärten Umständen inmitten einer jubelnden Menschenmenge.

Als er noch nicht "der" Kennedy war, sondern 22-jähriger Student, hielt er sich 1939 einige Wochen in Klagenfurt und am Wörthersee auf. Kennedy erzählte davon, als er 1961 für ein Treffen mit UdSSR-Präsident Chruschtschow in Wien landete. Kärntens Zeitungen nahmen davon sogar auf Titelseiten Notiz, allerdings ohne der Sache nachzugehen.

Details sind unbekannt

Vor Kurzem hat der ORF-Journalist und gebürtige Kärntner Eugen Freund den Fall wiederbelebt, nachdem er Kennedys Worte in der online-Mediathek des Technischen Museums Wien gehört hatte. Details der Kennedy-Reise waren und sind unbekannt.

Spurensuche im Landesarchiv. "Ein 22-Jähriger, auch aus reicher Familie, wird nicht im Hotel wohnen, sondern in seinen privaten Kreisen", sagt Direktor Wilhelm Wadl. "Damals gab es viele connections zwischen Kärnten, den USA und England", wo Kennedys Vater Botschafter war. Etwa die von einem Amerikaner gegründete Österreichisch-Amerikanische-Magnesit AG (heute RHI). Oder das Schloss Hohenstein im Glantal, das 1937 von der Familie Maltzahn gekauft wurde; ein Sohn war im 2. Weltkrieg US-Offizier. Oder die Familie Goschen aus der englischen Hocharistokratie, sie stellte Diplomaten und Minister und war im Besitz des für seine Feste berühmten Schlosses Tentschach. Landesarchiv-Mitarbeiter Joachim Eichert entdeckte Querverbindungen zwischen den Familien Maltzahn und Lobmeyr, die zur Spitzenbürokratie der Kaiserzeit gehörte. Das alles klingt mehr nach Kennedy als eine einsame, wenn auch luxuriöse Suite im Hotel.

85 oder älter müssten Leute sein, die sich an den schneidigen Studenten John erinnern könnten. Wer was weiß: Tel. 0463/5800-308 oder jochen.bendele@kleinezeitung.at

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren