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WeihnachtsspendenaktionFall 4: Täglicher Kampf um jedes Dekagramm

Aufopfernd versorgt eine Mutter ihr behindertes Kind, auch Vater und Geschwister sind sehr fürsorglich. Die Anschaffung von Hilfsmitteln können sie aber nicht allein bewältigen.

Kärntner in Not Sujet
Kärntner in Not Sujet © (c) Weichselbraun Helmuth
 

Durch seine dicken Brillen schaut Fabian* den Besucher offen an und lacht. Er winkt mit den Armen und streckt sie den Besuchern entgegen. Er ist gar nicht scheu, scheint eher Action zu lieben. Unermüdlich dreht er mit der gesunden Hand an den Rädern des Rollstuhls, um durch das Zimmer zu kreisen. Seine Klumpfüße stecken in bunten Socken. „Er ist immer friedlich“, sagt seine Mutter, die Fabian als Frühgeburt auf die Welt gebracht hat. „Gleich nach der Geburt erhielt er einen Gips und durfte sich nicht bewegen“, erzählt Franziska*.

Sieben Monate lang steckte der Bub in einem Korsett. „Das hat ihn sehr gequält.“ „Er konnte nicht krabbeln, weil er keine Muskeln hatte.“ Später erlitt er, dem die Ärzte keine großen Chancen eingeräumt hatten, nach einem Eingriff im Krankenhaus eine Blutvergiftung. In der Folgezeit musste er mehrere Operationen über sich ergehen lassen. „Er hat nie gehen gelernt, er war immer nur im Wagerl“, schildert die Mutter den Leidensweg. Doch davon weiß Fabian nichts, er ergreift die Hand der Mutter und busselt sie ab. „Er ist ein kleiner Kämpfer.“

Flüssigkeit in der Lunge

Bis vor Kurzem konnte Fabian, wenn er gefüttert wurde, essen und schlucken. Allerdings nahm er lange Zeit nichts zu, sein Gewicht blieb immer gleich. Plötzlich fing er an, beim Essen zu husten und sich zu verschlucken. Das wurde auch im Förderkindergarten zum Problem. Im Krankenhaus wurde festgestellt, dass Flüssigkeit in die Lunge gelangt war, weil Fabian an einer spastischen Tetraparese leidet. Jetzt kann er nur über die Magensonde ernährt werden. Sechs Mal am Tag. Genau so oft muss er gewickelt werden. „Er hat schon zugenommen“, frohlockt die Mutter und legt zur Anschauung die Sonde frei, zieht die flüssig-breiige Nahrung in eine Spritze auf und drückt sie langsam in die Sonde hinein, während Fabian wieder mit den Armen fuchtelt. Ist die Spritze leer, wird sie aufgefüllt. Zum Schluss kommt Wasser nach. „Leider sind ihm alle Zähne, die er hatte, wieder ausgefallen“, bedauert die Mutter und reicht Fabian seine lila Spielgitarre, die auf Knopfdruck schrille Töne von sich gibt.

So können Sie spenden

Wir berichten über die fünf besonders hart vom Schicksal betroffenen Familien, für die wir in der Weihnachtsspendenaktion von "Kärntner in Not" um Ihre Unterstützung bitten. Wollen Sie einem der Fälle helfen, ersuchen wir Sie, bei der Einzahlung die jeweilige Kennziffer anzuführen. Dieser Fall hat die Kennziffer 4. Mit Spenden ohne Kennziffer helfen Sie Hunderten anderen Bedürftigen.

Spendenkonto
BKS Bank
IBAN: AT10 1700 0001 0033 7401
BIC: BFKKAT2K
BLZ: 17000

Nachts schläft er nur wenige Stunden

Fabian tut seine Freude durch fröhliche Laute kund. „Fabian liebt alles, was blinkt und Musik macht.“ Reden kann er nicht. „Aber er versteht sehr viel“, betont die stolze Mama, die mit Fabian ausgezeichnet kommuniziert. „Wenn er etwas will, legt er die Hände übereinander. Das heißt Bitte.“ Wie auf Kommando macht Fabian diese Geste und blickt auf seinen Knuddelpolster, den er auch bekommt. Zeichnen oder malen kann er nicht, weil seine Hände zu schwach sind, um einen Stift zu halten. Gerne schaut er Tier-Cartoons im Fernsehen. Fabian braucht Betreuung rund um die Uhr, er muss immer beschäftigt werden. Nachts schläft er nur wenige Stunden, er ist sehr früh wach. „Er hat eine innere Uhr.“ Schlafdefizit ist für die liebevolle Mutter, die seit der Geburt neben ihm schläft, Normalzustand.

Wenn der Papa, der auswärts arbeitet, zu Hause ist, kümmern sie sich gemeinsam liebevoll um den Sohn. Fabian brabbelt vor sich hin und streichelt die Hand der Besucherin. Er lächelt entwaffnend. Die Mutter schaut auf die Uhr. Zeit, um Fabian zu duschen. Dazu bräuchten die beiden dringend einen eigenen für die Dusche geeigneten Rollstuhl. Baden darf Fabian wegen der Sonde nicht.

Auch ein sogenannter Treppensteiger wäre sehr notwendig, das Mehrparteienhaus ist nicht barrierefrei und die Wohnung im ersten Stock. Doch auf die Ausflüge, hinaus auf die freie Wiese, wollen Mutter und Sohn keinesfalls verzichten. Sind sie doch die Höhepunkte des Tages, auf die sich Fabian immer freut. „Er liebt die frische Luft und ist sehr gesellig. Er liebt es, Menschen zu sehen.“ Doch der Reha-Buggy, der für die Ausflüge praktischer ist als der Rollstuhl, ist zu klein. „Ein größerer wäre wunderbar.“ Ein besonderes Anliegen sind Fabians Spezialschuhe, die er im Winter anziehen muss, um nicht zu frieren. „Die sind sehr teuer. Die Hälfte der Kosten müssen wir selber bestreiten.“ Für die Autofahrten bräuchte Fabian dringend einen größeren Kindersitz. Er kostet 2800 Euro. Die Mutter seufzt und blickt dann doch hoffnungsvoll.

* Name von der Redaktion geändert

Alles über "Kärntner in Not"

„Kärntner in Not“ ist ein gemeinnütziger Verein, der von der Kleinen Zeitung getragen wird. Die BKS Bank ist von Anfang an Partner, seit 2008 stattet sie den Verein mit einer Fördersumme aus.

Partner der Weihnachtsaktion sind Caritas Kärnten, Bürgerservice des Landes Kärnten, Kärntner Kinderrettungswerk, „Rettet das Kind – Kärnten“ und „Hilfe im eigenen Land – Katastrophenhilfe Österreich“. Jede dieser Organisationen betreut einen Fall als Pate.

Zahlscheine finden Sie am 27. November und am 10. Dezember in der Kleinen Zeitung.

Steuer sparen: Da „Kärntner in Not“ ein spendenbegünstigter Verein ist, werden die Spenden automatisch dem Finanzamt gemeldet. Dafür muss der Spender beim Überweisen sein Geburtsdatum und seinen Namen gleichlautend wie im Zentralen Melderegister angeben.

Spendernamen werden in der Printausgabe und online veröffentlicht. Wenn dies nicht gewünscht ist, bitte bei der Überweisung anmerken oder an kaerntnerinnot@kleinezeitung.at melden.

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