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Ein Herz für Old Firehand

Kerstin Raunig übernimmt im "Ölprinz" bei den Karl-May-Festspielen in Weitensfeld die Rolle der Michelle. Morgen findet die Premiere statt.

© Phino
 

Kerstin Raunig verliebt sich bei den Karl-May-Festspielen in Weitensfeld als Michelle publikumswirksam in den Haudegen Old Firehand. Ein Happy End wird angedeutet.

Beruflich ist die Schauspielerin am Stadttheater Baden bei Wien engagiert. Auf der Bühne brilliert die 30-Jährige in Musicals, Operetten und Boulevardstücken. Auch für experimentelles Theater kann sie sich begeistern. Der Haimburgerin wurde die Schauspielerei nicht in die Wiege gelegt. "Mutter Buchhalterin, Vater Bankangestellter", zitiert Raunig ihre Herkunft kurz und bündig.

Ihr Engagement bei den Karl-May-Festspielen ist bezahlter Heimaturlaub. "Da haben meine Eltern keine weite Anreise zur Premiere", lacht die Aktrice. 1998 war sie in Weitensfeld, der größten Naturbühne Europas, noch als Statistin zu sehen. "Damals wie heuer war es der Ölprinz, der gespielt wurde", sagt Raunig.

Zwischen den beiden Engagements liegt ein beachtlicher Werdegang. "Begonnen hat es mit der Schauspielschule bei Herta Fauland in Klagenfurt. Später war mir Jörg Schlaminger bei den Südkärntner Sommerspielen ein Wegweiser. Dort habe ich mir die Basis für die Bühnenreifeprüfung geholt", erklärt Raunig ihren Einstieg ins Bühnenleben. Seit zehn Jahren ist die Kärntnerin in Wien und Deutschland engagiert. Am Stadttheater Klagenfurt war sie in "Joseph und seine Brüder", einer biblischen Geschichte, in einer Hosenrolle zu sehen.

Während Schwester Tamara Raunig als Tatort-Tochter von Harald Krassnitzer einem breiten Fernsehpublikum bekannt ist, bleibt Kerstin ihrem Langzeitpartner und dem Theater treu. "Nicht der Film, die Bühne ist meine Berufung. Ich schaue, dass ich so viele Engagements habe, dass ich gut leben kann."

Karl-May-Festspiele. 20. Juli bis 1. September, Freitag (19.30 Uhr), Samstag (17.30 Uhr), Sonntag (16.30 Uhr).

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