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In Kärnten Weniger Suizide während der Corona-Krise

Wider Erwarten ist das Corona-Jahr bis dato in Kärnten von geringerer Suizidalität geprägt. Bei Fachtagung am Mittwoch ging es auch darum, Hilfsangebote weiter auszubauen.

Am Donnerstag ist Welttag der Suizidprävention
Am Donnerstag ist Welttag der Suizidprävention © hikrcn - Fotolia
 

Rund 1220 Menschen sterben in Österreich pro Jahr durch Suizid. Das sind etwa dreimal so viele wie im Straßenverkehr. Mit durchschnittlich 115 Selbstmorden jährlich liegt Kärnten im traurigen Spitzenfeld. "Wir können die Thematik also nicht ernst genug nehmen", sagte Gesundheitsreferentin Beate Prettner am Mittwoch bei einer Fachtagung anlässlich des morgigen Welttages der Suizidprävention.

Im Rahmen der Tagung gingen Experten auch der Frage nach, ob die Corona-Krise bisher zu mehr Suiziden geführt hat. Für Kärnten konnte diese Frage bis dato mit einem Nein beantwortet werden. Prettner: "Ein Zwischenbericht für 2020 zeigt wider Erwarten, dass das Corona-Jahr bis dato von geringerer Suizidalität geprägt ist. Wir sind von einem gegenteiligen Effekt ausgegangen." Dennoch, jedes einzelne Opfer sei natürlich eines zu viel.

"Es gibt Hilfe!"

Im Jahr 2019 nahmen sich in Kärnten 108 Menschen das Leben. Ein Rückgang zum Jahr 2018, wo 122 Suizide verzeichnet werden mussten. Umso wichtiger sind die Enttabuisierung des Themas und der weitere Ausbau von Hilfsangeboten. Darüber waren sich bei der Fachtagung alle Experten - allen voran Primaria Christa Rados, Primarius Herwig Oberlerchner und Primarius Wolfgang Wladika - einig. Zudem müsse man in Kärnten Präventions- und Hilfsangebote effektiver bewerben. „Kärnten verfügt über viele Angebote, auch über Hotlines, die rund um die Uhr besetzt sind. Unser Ziel muss es sein, den Menschen bewusst zu machen, dass es Hilfe für sie gibt“, so Prettner.

Hier finden sie Hilfe!

Kreisen Ihre Gedanken darum, sich das Leben zu nehmen? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hier finden Sie - auch anonyme - Hilfsangebote in vermeintlich ausweglosen Lebenslagen. Per Telefon, Chat, E-Mail oder im persönlichen Gespräch.

 

 

 

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